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Wahl in Pennsylvania: Demokrat Lamb erklärt sich zum Sieger

Pittsburgh. Im Jahr der Kongresswahlen in den USA wäre ein Sieg der Demokraten in einem Kernbezirk der Republikaner eine äußerst gute Vorlage. Doch der Vorsprung des Demokraten Lamb ist hauchdünn - und noch fehlen fast 1400 Briefwahlstimmen.

Wahl in Pennsylvania: Demokrat Lamb erklärt sich zum Sieger

Conor Lamb feiert nach den Kongress-Nachwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania mit Anhängern. Die Wahl war nötig geworden, weil der Republikaner Tim Murphy 2017 wegen einer sexuellen Affäre zurückgetreten war. Foto: Gene J. Puskar/AP

Bei der Kongress-Nachwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania hat sich der Demokrat Conor Lamb nach einem äußerst knappen Rennen zum Wahlsieger erklärt. „Wir haben es geschafft“, sagte der 33-Jährige, wie in einem Video auf der Internetseite des US-Senders CNN zu sehen ist.

Nach Auszählung von 100 Prozent der direkt abgegebenen Stimmen im 18. Wahldistrikt lag Lamb in der heutigen Nacht mit 49,8 Prozent lediglich um 0,2 Prozentpunkte vor seinem Kontrahenten, dem Republikaner Rick Saccone. Das entsprach einem Vorsprung von lediglich 579 Stimmen. Es müssten noch fast 1400 Briefwahlstimmen ausgezählt werden, berichtete CNN weiter. Saccone wollte seine Niederlage noch nicht eingestehen.

US-Präsident Donald Trump, der den Republikanern angehört, hatte dort 2016 mit fast 20 Punkten Vorsprung gewonnen. Die Wahl in Pennsylvania war nötig geworden, weil der Republikaner Tim Murphy 2017 wegen einer sexuellen Affäre zurückgetreten war.

Sollte sich der Sieg Lambs bestätigen, wäre dies für die Demokraten im Jahr der Kongresswahlen eine ausgesprochen gute Nachricht. Die Wahl galt als wichtiger Fingerzeig, fand die Nachwahl doch in einem traditionell sehr republikanischen Bezirk statt. Der 18. Wahldistrikt im früher industriell geprägten „Rust Belt“ gilt in seiner Zusammensetzung als Kernland von Trumps Wählerschaft.

Der Demokrat Lamb (33), ein Ex-Marine und früherer Staatsanwalt, hatte vergleichsweise konservative Positionen bezogen. Lambs sehr starkes Abschneiden könnte im Wahljahr andere Demokraten ermutigen, es mit einer ähnlichen Strategie zu versuchen.

Das enge Ergebnis dürfte in der Partei des US-Präsidenten mit Blick auf den Herbst alle Warnlampen angehen lassen. Die Republikaner haben den früher von Stahl und Kohle geprägten Distrikt vor dieser Wahl acht Mal nacheinander gewonnen. Der geringste Abstand zum konkurrierenden Demokraten waren dabei 15 Punkte. Der Bezirk ist so republikanisch, dass 2014 und 2016 erst gar kein Demokrat antrat.

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