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Waldorfschüler studiert schon vor dem Abitur

WITTEN „Mit dem Gehör muss er Geige spielen“, beurteilte Musiklehrerin Almut Stümke bereits den fünfjährigen Christoph Zander. Mittlerweile befindet sich der 18-Jährige in seinem letzten Schuljahr auf der Waldorfschule und beginnt parallel ein Studium an der Musikhochschule in Köln.

von Von Susanne Linka

, 29.08.2008
Waldorfschüler studiert schon vor dem Abitur

Waren 13 Jahre lang ein gutes Team: Christoph Zander mit seiner Lehrerin Almut Srümke.

Christoph hatte als Gast im Musikunterricht von Almut Stümke beim Malen eine Melodie so treffsicher nachgepfiffen, dass die Lehrerin tief beeindruckt war.

„Ich habe ihn entdeckt“, sagt Stümke nicht ohne Stolz. 13 Jahre lang hat sie ihn an der Geige unterrichtet – und nicht am Klavier, wie seine Eltern das für den Fünfjährigen eigentlich geplant hatten. Die Doppelbelastung, Abitur und Studium, nimmt er ganz bewusst in Kauf: „An der Musikhochschule bekomme ich einen sehr guten Unterricht auf hohem Niveau. Wenn man sich dafür entschieden hat, die Musik zum Beruf zu machen, dann ist es gut, so früh wie möglich damit zu beginnen.“ Einmal in der Woche wird er ab sofort im Anschluss an den Unterricht nach Köln fahren. Professor Matthias Buchholz wird ihn dann an seinem Instrument fördern.

Es ist nicht mehr die Geige: „Mit der Bratsche sind die Berufsaussichten einfach besser“, erklärt der junge Musiker, warum er umgestiegen ist. Er schätzt den „tieferen und volleren Klang“ der Bratsche, die er 2004 als Mitglied eines Quartetts erstmals regelmäßig zur Hand genommen hat. „Er ist inzwischen auch Stipendiat der Dörken-Stiftung, die ihm die Anschaffung eines wirklich guten Instrumentes ermöglicht hat“, verrät Almut Stümke und strahlt.