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„Walk With Me“: Dokumentation über Achtsamkeit

Berlin. Sich verzetteln, den Fokussieren verlieren, überhitzen: Wer kennt das nicht?! Hier könnte Achtsamkeit helfen, eine der bekanntesten Methoden des Buddhismus. Der Film „Walk With Me“ vermittelt einige Einsichten.

„Walk With Me“: Dokumentation über Achtsamkeit

In der Ruhe liegt die Kraft. Foto: Speakit Productions Ltd

Die sanften Landschaften Frankreichs laden geradezu zur Meditation ein. Vom buddhistischen Tempel bis zur griechisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft - im Hexagon gibt es viele und vielfältige spirituelle Zentren.

Eine besondere Ausstrahlung besitzt neben Burgund auch die Dordogne-Region im Südwesten Frankreichs. Hier befindet sich das kleine Örtchen Plum Village, wo der vietnamesische Zen-Meister Thich Nhat Hanh ein buddhistisches Meditationszentrum gegründet hat.

Dort folgt eine Gemeinde von Anhängern aus aller Welt, rund 200 Nonnen und Mönche, seiner Lehre von der spirituellen Achtsamkeit. Diese definiert Thich Nhat Hanh als volles Bewusstsein der Gegenwart. Über diesen außergewöhnlichen Mann haben die beiden Regisseure Marc J. Francis und Max Pugh die jetzt auf DVD erschienene Dokumentation „Walk With Me“ (o.m.U.) gedreht, die selbst einer Meditation gleichkommt.

Ein großer Verehrer des Buddhisten ist Benedict Cumberbatch („Sherlock Holmes“), der als Erzähler durch die Doku führt. „Thich Nhat Hanhs Lehren haben mich zutiefst berührt. Es war eine große Ehre, an 'Walk With Me' mitzuarbeiten“, sagte der Schauspieler.

Entschleunigung, Leben im Hier und Jetzt, Fokussierung der Aufmerksamkeit auf das, was wichtig, bedeutsam und heilsam ist. Darum geht es den Mönchen und Nonnen in Plum Village, die auf Besitz, Geld und auch Sex verzichten. Besucher werden herzlich willkommen geheißen.

Eine Geschichte der Achtsamkeit ist „Walk With Me“ nicht geworden, vielmehr schildert die Dokumentation das Leben in der mönchischen Gemeinschaft in ruhigen und unaufgeregten Bildern. Spaziergänge, Kochen oder Kontemplation - nichts ist hier aufgeregt, manchmal sogar langweilig, wie man erfährt. Aber auf die meditative Stimmung kommt es an.

Und auf das Ankommen, sagt Thich Nhat Hanh über die Achtsamkeit. „Wir sind viel gerannt, aber wir sind nicht angekommen. Wir suchen immer nach etwas, sehnen uns nach etwas und haben es nicht gefunden. Und wir rennen immer weiter“, beschreibt der buddhistische Meister, der 1966 wegen seiner Haltung zum Vietnamkrieg seine Heimat verlassen musste und in Frankreich Exil fand, das ewige Streben der Menschen.

Eine Garantie für Glück bietet aber auch das Leben in Plum Village nicht, aber sie spüre eine gewisse Zufriedenheit, meint eine der Nonnen.

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