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Walther auch Auftaktsieger im Viererbob-Weltcup

Park City. Nico Walther präsentiert sich derzeit am stabilsten von den deutschen Bobpiloten. Der WM-Dritte im Viererbob gewann nun auch das Auftaktrennen im großen Schlitten. Die Weltmeister Francesco Friedrich und Johannes Lochner erlauben sich zu viele Patzer.

Walther auch Auftaktsieger im Viererbob-Weltcup

Nico Walther (v.) gewann auch im Viererbob das erste Weltcuprennen. Foto: Rick Bowmer

Traumstart für Nico Walther in der Königsklasse Viererbob. Eine Woche nach seinem überraschenden Zweierbob-Sieg in Lake Placid gewann der Pilot vom BSC Sachsen Oberbärenburg in Park City auch das erste Rennen im großen Schlitten.

In einem packenden Wettkampf - die ersten neun Schlitten waren innerhalb von 15 Hundertstelsekunden - behielt der Sachse die Nerven und steuerte seinen FES-Bob am schnellsten mit 136,3 Stundenkilometer durch die Olympia-Bahn von 2002 in Salt Lake City. Es war sein insgesamt vierter Weltcup-Sieg im großen Gefährt.

„Es war ein extrem enges Rennen, das zeigt, was uns in diesem Winter erwartet. Brutal, wenn die ersten Zehn unter 15 Hundertstel sind“, sagte Walther, der mit seiner Crew Kevin Kuske, Christian Poser und Eric Franke noch Weltmeister Johannes Lochner abfing. Der Berchtesgadener hatte nach dem ersten Durchgang knapp in Führung gelegen, leistete sich dann aber im Wallner-Bob einen Patzer und fiel auf Rang vier zurück - zeitgleich mit dem Letten Oskars Melbardis. Dementsprechend sauer und enttäuscht reagierte der Bayer im Ziel.

Platz zwei ging an den Kanadier Justin Kripps vor seinem Landsmann Chris Spring. Francesco Friedrich aus Oberbärenburg - bei der WM zeitgleich mit Lochner Weltmeister - landete auf Platz neun. Im zweiten Lauf kam er sogar wie sein Vereinskollege Walther auf das Top-Tempo von 136,3 km/h. „Park City ist immer eng, Lochner hatte fahrerisch noch Reserven, auch Francesco Friedrich hatte im Mittelteil keine Ideallinie, da müssen wir uns noch steigern“, meinte Cheftrainer Renè Spies vor dem zweiten Viererbob-Rennen am Samstagabend.

Eine erneut starke Leistung zeigte Bobpilotin Stephanie Schneider. Bei ihrem Debüt in Park City kam die Oberbärenburgerin auf Platz vier. Die WM-Vierte von 2016 verbesserte sich im zweiten Durchgang um einen Rang und hatte am Ende 0,40 Sekunden Rückstand auf die siegreiche US-Pilotin Jamie Greubel Poser. Zweite wurde die kanadische Olympiasiegerin Kaillie Humphries vor Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA.

„Im ersten Lauf hatten wir leider zwei Fehler, ab insgesamt sind wir sehr zufrieden“, sagte Schneider. Europameisterin Mariama Jamanka aus Oberhof kam mit Erline Nolte an der Bremse auf Platz sechs. Weltcupdebütantin Anna Köhler aus Winterberg landete mit Ann-Christin Strack auf Rang acht - zeitgleich mit der Belgierin Elfje Willemsen.

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