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Warnstreiks legt Nahverkehr im Rheinland lahm

Köln/Düsseldorf. Tag Zwei bei den Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Am Mittwoch sind vor allem die Großstädte Köln und Düsseldorf betroffen. Der öffentliche Nahverkehr steht größenteils still.

Warnstreiks legt Nahverkehr im Rheinland lahm

Trillerpfeife und Anstecker mit Aufschrift „Streik“ und Verdi-Logo. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

Mit Warnstreiks hat Verdi in den beiden größten Städten des Bundeslandes den öffentlichen Nahverkehr weitgehend lahmgelegt. In Köln und Düsseldorf blieben Busse, U- und Straßenbahnen in den Depots. Auch Kindertagesstätten sind von den Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst der Kommunen betroffen.

Neben Köln und Düsseldorf streikt die Gewerkschaft Verdi auch in Oberhausen, Mülheim und Unna. Berufstätige, die auf Autos umgestiegen sind, mussten sich auf Staus einstellen. Im gesamten Bundesland kam es am Morgen zeitweise zu mehr als 200 Kilometern Stau. „200 Kiometer Stau sind an einem Mittwoch zwar relativ viel, aber auch keine außergewöhnliche Zahl“, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei NRW.

Die Busse und Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) standen bis auf wenigen Ausnahmen still. „Bis auf wenige Buslinien, die von Subunternehmen bedient werden, ist nichts von den Betriebshöfen abgefahren“, sagte ein Verdi-Sprecher auf Anfrage. Auch bei Kindertagesstätten kommt es in der Domstadt zu erheblichen Problemen. Nach Angaben von Verdi werden 90 Prozent der städtischen Kitas bestreikt. In Oberhausen seien auch viele Kitas geschlossen. In Gelsenkirchen werden 31 städtischen Kitas ihre Türen am Mittwoch nicht öffnen.

Auch in Düsseldorf mussten sich Arbeitnehmer und Schüler am Mittwoch Alternativen zum öffentlichen Nahverkehr suchen. „Bis auf wenige Busse, fährt hier nichts. Es sind ungefähr 1 000 Kollegen im Streik“, erklärte Stefanie Peifer von Verdi Düsseldorf. Regional- und S-Bahnen sind von dem Warnstreik nicht betroffen. Nach Angaben der Deutschen Bahn seien die Züge etwas voller.

Hintergrund der Warnstreiks von Verdi sind die stockenden Tarifverhandlungen zwischen Bund und Kommunen. Verdi fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro zusätzlich pro Monat. Die nächste Tarifverhandlung ist für Mitte April in Potsdam terminiert.

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