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Warten auf Antwort aus dem Jugendamt

Kita Helfkamp

STOCKUM Die Eltern der städtischen Kita Helfkamp in Stockum sind sauer, sehr sogar. Sieben Monate mussten sie auf eine Antwort aus dem Jugendamt warten. Die gab es nun auch, allerdings ganz und gar nicht im Sinne der Eltern.

von Von Lisa Timm

, 06.08.2010

Als Sprecherin des Kita-Elternrats hatte Cornelia Witzmann beantragt, einen Gruppenraum der Kita für die musikalische Früherziehung nutzen zu dürfen. Und zwar durch die Musikschule an der Ruhr. Die wird jedoch privat geführt. Und das schrieb Cornelia Witzmann auch in ihrem Antrag vom Januar. Vorherige Bemühungen, mit der städtischen Musikschule telefonisch in Kontakt zu kommen, verliefen ins Leere. Da sowohl der Kindergarten Helfkamp als auch die Antragstellerin persönlich keine guten Erfahrungen mit der städtischen Musikschule gemacht hatten, entschied man sich schließlich für die privatgewerbliche Musikschule.

Nach Antragstellung passierte monatelang nichts. Cornelia Witzmann wurde immer wieder mit diversen Auskünften vertröstet. Mal war eine Kollegin krank, dann wiederum im Urlaub oder es hieß, man sei personell unterbesetzt, so die Elternrats-Sprecherin. Als dann am 28. Juli die telefonische Absage kam, waren Cornelia Witzmann und die Elternschaft fassungslos. Begründung: Städtische Räume der Kita dürfen nicht für privatgewerbliche Zwecke genutzt werden. "Diese Auskunft hätte man mir auch im Januar beim ersten Telefonat schon geben können", ist Cornelia Witzmann empört. "Der ganze Vorgang ist eine einzige Frechheit. Wir Eltern hätten uns längst um die Musikschul-Unterbringung unserer Kinder kümmern können. Jetzt sind die Plätze für die Zeit nach den Sommerferien vergeben."

Jutta Schmidt, Leiterin des Jugendamtes, vermutet ein Missverständnis. "Wahrscheinlich ist man in meinem Amt davon ausgegangen, dass ausschließlich die städtische Musikschule gemeint war." Warum sich die Antwort dann so lange hinzog, kann sie sich auch nicht erklären. "Wir können uns bei Frau Witzmann und den Eltern dafür nur entschuldigen", so Schmidt. "Allerdings dürfen wir keine privatrechtliche Nutzung in städtischen Räumen zulassen."