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Polizeiaktion in Neuss

Warum Papa Schlumpf eine Großfahndung auslöste

NEUSS Eine leblose Gestalt, bekleidet mit einer roten Hose, einem blauen Hemd und einer roten Mütze meldete am Dienstagabend ein besorgter Bahnfahrgast der Polizei in Neuss. Einsatzkräfte machten sich sofort auf den Weg. Sicherheitshalber wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Retter fanden auch eine durchaus prominente Figur.

Warum Papa Schlumpf eine Großfahndung auslöste

Vorschriftsmäßig angeschnallt nahmen die Polizisten in Neuss den gefundenen Papa Schlumpf mit zur Wache.

Es war kurz vor 19 Uhr, als die Polizei in Neuss einen besorgniserregenden Anruf erhielt. Ein Bahnfahrgast hatte zwischen zwei Haltepunkten eine leblose Gestalt entdeckt und sofort den Notruf gewählt. "Der Zug fährt an dieser Stelle nicht in Schrittgeschwindigkeit, daher war der Anrufer nicht ganz sicher, was er gesehen hatte. Er sprach von einem leblosen Körper", sagt ein Sprecher der Polizei.

Anhand der Beschreibung suchten Einsatzkräfte der Polizei nach dem Körper, der mit einer roten Hose und blauen Jacke bekleidet sein sollte. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Die Besatzung meldete nach nur sieben Minute einen Sucherfolg. Die aufgefundene Gestalt trug eine rote Hose, blaue Oberbekleidung, eine rote Mütze und einen weißen Vollbart.

Luftprobleme

Als die Streifenbeamten vor Ort eintrafen, stellten sie erleichtert fest, dass es "Papa Schlumpf" - als Ballonfigur - den Umständen entsprechend gut ging. Ihm war lediglich ein wenig die Luft ausgegangen. "Wir haben hier derzeit überall Schützenfeste", sagt der Sprecher der Polizei. Eine Vermutung: Papa Schlumpf war von einem dieser Schützenfeste geflüchtet, hatte das Weite gesucht, bis ihm schließlich die Puste ausging.

Die Polizisten nahmen den "älteren Herren" mit zur Wache - natürlich vorschriftsmäßig angeschnallt auf der Rückbank des Polizeiwagens. Laut den Beamten sei es bislang nicht gelungen, Angehörige zu erreichen. Einen Vermisstenanzeige war auch nicht aufgegeben worden.

Jeder der am Einsatz beteiligten Beamten war letztlich froh, dass die anfänglich schlimmen Befürchtungen sich als falsch erwiesen, teilt die Polizei mit und erklärt:  Der Notruf des Zeugen war durchaus berechtigt und hätte, unter anderen Umständen, möglicherweise Leben retten können.

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