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Glasfasernetz von Dokom 21

Warum es am Phoenix-See nur einen Internet-Anbieter gibt

HÖRDE Wer einen neuen Internetanschluss benötigt, vergleicht gerne Angebote. Doch am Phoenix-See fehlt die Auswahl: Dokom 21 ist in weiten Teilen der einzige Anbieter. Das hängt mit dem Ausbau des Glasfasernetzes zusammen.

Warum es am Phoenix-See nur einen Internet-Anbieter gibt

14,5 Kilometer Glasfaserkabel hat der Internetanbieter Dokom 21 im Bereich des Phoenix-Sees verlegt. Für die Nutzung der Leitungen müssten andere Anbieter zahlen.

Als Uwe Schmitz begonnen hat, sich nach einer Wohnung in der Nähe des Phoenix-Sees umzusehen, hatte er mit vielem gerechnet – aber nicht damit, dass sein Unterfangen ausgerechnet am Internetanbieter zu scheitern droht. In weiten Teilen des Neubaugebiets rund um den See fehlt die Auswahl. Dokom 21 oder kein Internet – für Schmitz ein Problem, aber offiziell nichts, was gegen Regeln verstößt.

„Das kann ich ihnen leider nicht anbieten. Das darf ich nicht“ – diese Aussage hat der Dortmunder in den vergangenen Monaten von den Kundencentern mehrerer Anbieter erhalten, ob Telekom, Unity Media oder andere. „Es ist, als gäbe es eine Bannmeile, die bis Schüren geht“, sagt Schmitz. Ganz so ist es nicht, ein Exklusivrecht eines bestimmten Anbieters ist kartellrechtlich nicht möglich. Dennoch hat Dokom 21 an dieser Stelle einen besonderen Zugang zu insgesamt etwa 1000 Kunden.

Problem der „letzten Meile“

Das Tochterunternehmen der Stadt Dortmund hat in den vergangenen Jahren die Internet-Infrastruktur am See selbst hergestellt. Für rund eine Million Euro sind rund 14,5 Kilometer Glasfaserkabel verlegt worden, die Dokom 21 gehören. Will ein anderer Anbieter diese Leitung nutzen, zahlt er dafür ein bundesweit reguliertes Entgelt. „So wie wir es auch machen, wenn wir eine Leitung der Telekom nutzen“, sagt Dokom-21-Marketing-Leiter Markus Isenburg. Dabei geht es um die sogenannte „letzte Meile“ einer Leitung, für deren Nutzung eine Kooperation notwendig ist.

Das bedeutet: Jedes Unternehmen entscheidet selbst, ob es sich in eine Leitung einklinkt, zusätzlich eigene Infrastruktur aufbaut – oder den Markt an dieser Stelle ganz einem Anbieter überlässt. „Wenn sich jemand dagegen entscheidet, dann meistens aus dem Grund, dass es sich nicht rechnet“, sagt Isenburg. Dies ist offenbar am Phoenix-See der Fall, wo es laut Isenburg keine einzige Kooperation mit anderen Anbietern gebe. „Wir sind offen dafür“, sagt der Marketing-Chef. In anderen Neubaugebieten, etwa am Erdbeerfeld in Mengede, gebe es eine Zusammenarbeit.

Glasfaser auf 710 Kilometern 

Letztlich funktioniert das System rund um den Phoenix-See auch nach dem verständlichen Kalkül: Dokom 21 möchte seine Investitionen refinanzieren. In Dortmund und der näheren Umgebung hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 67 Millionen Euro für den Ausbau des eigenen Glasfasernetzes auf 710 Kilometer ausgegeben.

Uwe Schmitz ist beruflich auf ein stabiles und leistungsstarkes Netz angewiesen. „Wir bieten alles an, haben auch viele Firmenkunden am Phoenix-See, wo es um große Datenmengen geht“, sagt Markus Isenburg. Schmitz möchte trotzdem keinen Anschluss bei der Dokom. Vielleicht auch ein bisschen deshalb, weil er einfach gerne die Wahl hätte. Die Alternative ist die: Die Wohnungssuche am Phoenix-See erklärt er erst einmal für beendet.

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