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Warum es im Haus Wenge noch immer keine Kultur gibt

Schleppende Renovierung

Im Haus Wenge sollten schon im Mai die ersten kulturellen Veranstaltungen über die Bühne gehen. Aber auch in der zweiten Juni-Hälfte ist von Kultur im Wasserschloss weit und breit nichts zu spüren. Es gibt da ein Problem, sagt Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny.

LANSTROP

, 17.06.2016
Warum es im Haus Wenge noch immer keine Kultur gibt

Malerisch liegt das Wasserschloss Haus Wenge im Lanstroper Zentrum.

Das Problem: die Statik. Es müsse noch geprüft werden, ob die Balken im Parterre ausgewechselt oder nur verstärkt werden müssen. Bevor das nicht geklärt sei, könne man keine Besucher in das Haus lassen. Schon jetzt sei aber klar, dass Haus Wenge am Tag des offenen Denkmals am 11. September nicht, wie eigentlich vorgesehen, geöffnet werden könne.

„Ich bin enttäuscht“, gibt Pasterny zu – auch dass die Renovierung des Hauses so schleppend voranschreite. „Wenn ich dort vorbeischaue, sehe ich nie irgendwelche Handwerker“, so der Bezirksbürgermeister weiter.

Das Grundstück gehört der Stadt

Überraschendes teilt unterdessen die Stadt Dortmund auf Anfrage zu den Eigentumsverhältnissen des Schlosses mit. Pressesprecher Michael Meinders: „Das Haus ist in Privatbesitz. Das Grundstück gehört der Stadt, ist aber per Erbbaurecht an den Privateigentümer verpachtet.“

Bisher hatte es immer geheißen – unter anderem sogar auf der Website der Stadt –, das Haus selbst gehöre der Stadt, sei aber auf 100 Jahre verpachtet. Von diesem Stand war auch die örtliche Politik um Heinz Pasterny ausgegangen.

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Wie Michael Meinders weiter mitteilt, ist die Stadt derzeit Mieter des Hauses – und zwar bis zum 31. Dezember. Die Stadt habe ein Kaufinteresse an dieser Immobilie, unter anderem weil sie „am Erhalt und einer möglichen künftigen Nutzung des historischen Gebäudes“ interessiert sei. Wie eine mögliche Nutzung aussehen könnte, sei aktuell nicht definiert.

Ein Ambiente-Trauort sollte im Erdgeschoss eingerichtet werden

Auch diese Aussage ist überraschend, wenn man die bereits weit fortgeschrittenen Planungen des eigens gegründeten Lenkungskreises in Lanstrop berücksichtigt. Ein Ambiente-Trauort sollte im Erdgeschoss eingerichtet werden. Außerdem sollte es Kulturveranstaltungen wie Ausstellungen, Vorträge und Konzerte geben.

Über die Inhalte der Kaufverhandlungen könne und dürfe er natürlich nichts sagen, so Meinders. Ebenso nicht zum Mietvertrag. Der aktuelle Besitzer des Hauses Wenge, Prof. Drisch, scheint jedenfalls mehrgleisig zu fahren und nicht allein auf einen Verkauf an die Stadt zu setzen, wie ein Eintrag bei Immobilienscout24 zeigt: Dort wird das Haus aktuell über eine Immobilienfirma mit Sitz in Senden für 929.000 Euro angeboten. 

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