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Was eine Berghoferin mit Leonard Bernstein zu tun hat

BERGHOFEN Gisa Knoch ist sogar in der Biographie des großen weltberühmten US-amerikanischen Komponisten, Dirigenten und Pianisten, der am Montag 90 Jahre alt geworden wäre, vermerkt.

von Von Jörg Bauerfeld

, 27.08.2008

Fans aus der ganzen Welt denken mit Verzückung an seine großen Werke, an die schönen Momente die Bernsteins Musik ihnen bereitet hat. Auch Gisa Knoch ist begeistert von Bernstein, der am 14. Oktober 1990 in New York verstarb.

"Seine Musik bereitet mir soviel Freude, dass ich gedacht habe, du musst etwas zurückgeben." Und so hat die 63-Jährige in den letzten Jahren über 150 Bilder erschaffen, mit denen sie den Musikstücken des großen Dirigenten ein Gesicht gegeben hat. "Immer wenn ich seine Musik höre, muss ich zum Pinsel greifen." Es war ein ganz Besonderes Verhältnis, das die Berghoferin mit dem Künstler, der sowohl klassische wie auch avantgardistische Werke schuf. In der Wohnung der Deutsch- und Kunstlehrerin im Ruhestand stapeln sich Erinnerungen an Leonard Bernstein. Biographien stehen neben Mappen mit Notenblättern.Zeitungsauschnitte und Fotos

In dicken Sammelmappen finden sich Zeitungsausschnitte und Fotos des Meisters. "Ich hatte schon daran gedacht, ein Buch mit meinen persönlichen Erinnerungen heraus zu bringen", sagt Gisa Knoch, die die große Ehre hatte, den Komponisten der West-Side-Story auch persönlich kennen zu lernen.

Genau erinnert sie sich an den Augenblick, als sie ihrem Idol zum ersten Mal persönlich gegenüberstand. Im Jahr 1988 war es, beim Schleswig Holstein Festival. "Er war ein faszinierender Mensch und ein großer Künstler. Wenn er einen Raum betrat umgab ihn eine ganz besondere Aura." Besonders stolz ist sie auf eine persönliche Widmung Bernsteins - auf der Rückseite eines Fotos "meines ersten Bernstein Porträts."

In Noten hat er den Namen seiner großen Verehrerin auf das Papier gemalt. "Für Gis-A, Danke L.B." Dieses amüsante Schriftstück findet sich sogar als Abbildung in Biographien über den Komponisten wieder. Unzählige Konzerte hat Gisa Knoch bis 1990 besucht.

In Paris, New York oder in Waldsassen im Fichtelgebirge. Dort hat die Chorsängerin auch schon eine Bernstein-Ausstellung mit ihren Bildern präsentiert. "Vielleicht werde ich die Bilder in zehn Jahren noch einmal der Öffentlichkeit präsentieren", so Gisa Knoch. Das wäre dann zum 100. Geburtstag des Komponisten.