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Waveboarder finden Sommerdomizil in Wischlinger Eishalle

WISCHLINGEN Still, leer und verlassen wie ein verwunschenes Märchenschloss lag die Eishalle Wischlingen Sommer für Sommer ungenutzt da. Diese Zeiten sind vorbei. Denn jetzt rauschen die Waveboarder durch die Halle.

von Von Holger Bergmann

, 03.08.2008

Denn was jahrelang niemand bemerkte, fiel jetzt endlich jemandem auf: Wenn das Eis abgetaut ist, bleibt eine perfekt geglättete Betondecke übrig - ideal für das Befahren mit Sportgeräten auf kleinen Gummirollen. Gummirollen, wie es sie unter Waveboards gibt.Noch mehr Boards   30 solcher Boards hat sich der Revierpark Wischlingen besorgt, um sie an Kinder und Jugendliche zu vermieten, die dann auf der ebenen Bahn in der Eishalle damit fahren können. Bei zwei Elementen dieser Planung haben sich die Organisatoren des Revierparks geirrt. "Mittlerweile mussten wir weitere 30 Boards ordern, weil wir sonst nicht genug hätten", berichtet Carsten Herrmann, Leiter des Geschäftsbereiches Technik. "Und wir haben überraschend viele erwachsene Gäste. Teilweise Eltern, die ihre Kinder bringen und sich dann selber ein Waveboard ausleihen."Wellenbretter mit Fitness-Aspekt

Waveboards (deutsch: Wellenbretter) sind Sportgeräte, die seit Anfang des Jahres in Deutschland vertrieben werden. Während die seit Jahren bekannten Skateboards und Inliner sich durch Abstoßen fortbewegen, bleiben beim Waveboard beide Füße die ganze Zeit über auf dem Brett. Durch die schräg gestellten Rollen ergibt sich die Fortbewegungsenergie durch Umwandlung der Körperbewegung des Fahrers. Dadurch hat das Waveboard sogar einen Fitness-Aspekt.

Hört sich kompliziert an, sieht auch so aus, scheint es aber nicht zu sein. "Ich habe nur 20 Minuten gebraucht, dann konnte ich ohne festzuhalten fahren", jubelt Julia Dreher (11). "Wenn man einmal sein Gleichgewicht gefunden hat, kann man gar nicht mehr aufhören", sagt Mirco Teschke (14), der sich von den Inlinern verabschiedet hat und jetzt so häufig wie möglich in die Eishalle kommt. Und das kann er auch, denn die Kosten von zwei Euro Board-Miete und 1,50 Euro pro Stunde sind nicht die Welt.

Der Erfolg des Waveboard-Experiments beflügelt den Revierpark. Anfang des Monats orderte man kurzfristig drei Betonrampen, damit der Anspruch der Bahn steigt. "Die Besucher haben das Angebot super angenommen", berichtet Betriebsleiter Carsten Grimpe. Und das heißt: "Wir werden uns noch mehr einfallen lassen müssen." Das Waveboard-Angebot bleibt noch bis Anfang Oktober bestehen, dann beginnen die Vorbereitungen für die Eissaison.

 

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