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Aktionäre mit Covestro rundum zufrieden

Für Covestro läuft es rund: Die Zahlen der ehemaligen Bayertochter übertreffen die Erwartungen, und auch der Ausblick freut die Aktionäre. Leise Zweifel gibt es nur, ob das ewig so weiter gehen kann.

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Leverkusen/Bonn

, 13.04.2018

Für den Leverkusener Werkstoffkonzern Covestro könnte es drei Jahre nach dem Börsengang im Jahr 2015 kaum besser laufen: Nach kräftigen Kurssteigerungen schaffte die ehemalige Bayertochter kürzlich den Sprung in den Dax. Gewinn und Umsatz haben im vergangenen Jahr Rekordniveau erreicht - und alle Erwartungen der Aktionäre übertroffen. Auch der Ausblick bleibt vielversprechend. Entsprechend zufrieden waren die Investoren bei der Hauptversammlung von Covestro am Freitag in Bonn. Leise Sorge äußerten sie lediglich mit Blick auf die Zukunft.

Denn Covestros Erfolg erklärt sich auch durch die gute konjunkturelle Lage, die die Nachfrage nach Kunststoffen etwa aus der Automobilindustrie antreibt. Im wechselhaften Geschäft mit Schaumstoffen profitierte Covestro aus Sicht der Investoren zudem von Problemen beim Konkurrenten BASF, der im vergangenen Jahr eine umfassende Rückholaktion von Toluoldiisocyanat (TDI) einleiten musste. TDI wird zur Herstellung von Weichschaumstoff in Matratzen und Autositzen verwendet. In den Lieferungen war eine erhöhte Konzentration von Dichlorbenzol (DCB) festgestellt worden, das im Verdacht steht, Krebs zu verursachen.

Weil BASF das Problem inzwischen weitgehend behoben habe, fürchteten die Investoren am Freitag mögliche Überkapazitäten bei TDI, sollte die Nachfrage einbrechen. Das wäre schädlich für das Geschäft, weil ein größeres Angebot auf dem Weltmarkt die Verkaufspreise belasten kann. Der Vorstand verwies aber auf den geringen Anteil von 15 Prozent, den TDI am Gesamtumsatz von 14,1 Milliarden Euro (2017) ausmachte. Erwartet werde in dem Bereich zudem in den kommenden Jahren ein Marktwachstum von drei bis vier Prozent. Rund die Hälfte des Produktportfolios von Covestro mit rund 16 200 Mitarbeitern und einem Gewinn von 2 Milliarden Euro gelte als stabil, sagte der neue Finanzvorstand Thomas Toepfer. Der war erst Anfang April vom Gabelstapler-Produzenten Kion zu den Leverkusenern gewechselt.

Der Aufsichtsrat hatte am Freitag in einer Sitzung vor der Hauptversammlung außerdem beschlossen, die Vertragslaufzeit von Konzernchef Patrick Thomas zu verkürzen. Thomas wird seinen Posten nun schon zum 1. Juni an Nachfolger Markus Steilmann übergeben und nicht erst Ende September.

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