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Kirchlich erwachsen sein

16.04.2018
Kirchlich erwachsen sein

Die Konfirmation ist ein besonderes Ereignis im Leben evangelischer Christen. dpa © dpa

Viele Jugendliche haben am Wochenende in Lünen ihre Konfirmation gefeiert. Dabei handelt es sich um eine Tradition in der evangelischen Kirche, mit der die Jugendlichen – einfach formuliert – in der kirchlichen Gemeinschaft erwachsen werden. Während man dies vor dem Gesetz erst mit 18 Jahren wird, findet die Konfirmation bereits im Alter von 14 Jahren statt. Diese Altersgrenze geht zurück auf die Volksschulen des 19. Jahrhunderts, die man nach der 8. Klasse – im Alter von eben 14 Jahren – beendete, weshalb sich die Konfirmation auch als religiöses Zeichen des Erwachsenwerdens anbot. Darüber hinaus können Jugendliche ab 14 Jahren in Deutschland selbst entscheiden, welcher Religionsgemeinschaft sie angehören möchten.

Auch in der katholischen Kirche gibt es ein solches Ritual. Es heißt „Firmung“, was ebenfalls auf das lateinische Ursprungswort „confirmatio“ („Bestärkung“) zurückgeht. Der Firmling wird durch das Sakrament endgültig in die Kirche aufgenommen, weshalb die Firmung in der katholischen Kirche auch als Vollendung der Taufe angesehen wird.

Das Judentum kennt ein ähnliches Ritual: Hier feiern 13-jährige Jungen und Mädchen die Bar beziehungsweise Bat Mitzwa. Daniel Claeßen