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Eine Klappe für das Baby

19.04.2018
Eine Klappe für das Baby

Die Babyklappe von innen: ein Kissen, ein Bettchen, ein Brief mit vielen Infos für die Mutter und im Hintergrund das Fenster, durch das sie das Baby hereinlegen kann.(A) instenberg © Foto: Instenberg

Castrop. Es gibt schlimme Situationen im Leben. So schlimme, dass sich Mütter dazu entscheiden, ihr Baby abzugeben. Im Castroper St.-Rochus-Hospital gibt es dafür Hilfestellung, damit dem Baby nichts passiert.

Wenn eine Mutter ein Kind bekommt, dann ist das ohnehin schon eine Ausnahmesituation. Denn rund um die Geburt ist vieles im Leben plötzlich ganz anders. Mütter sind nervös, weil sie nicht genau wissen, was sie bei der Geburt erwartet. Und viele wissen auch nicht, wie das Leben mit dem Baby wird – vor allem, wenn es das erste Kind ist. Aber es kann noch schlimmer kommen, dann nämlich, wenn eine Mutter davon überzeugt ist, dass sie das mit dem Baby nicht schafft. Das glauben viele Mütter und die meisten schaffen es auch, aber in ganz großen Ausnahmefällen passiert etwas furchtbares: Die Mama ist so überfordert, dass sie ganz kurz nach der Geburt ihr Baby nicht mehr versorgen will und kann. Es gab schon Fälle, in denen Babys dann einfach irgendwohin gebracht wurden und sterben mussten, weil niemand sie fütterte. Zum Glück gibt es seit nun zehn Jahren die Babyklappe am Rochus: Das ist ein Fenster, das man von außen öffnen kann und hinter dem ein warmes und sauberes Babybettchen steht. Da herein kann eine Mutter das Baby legen und dann kümmern sich sofort Krankenschwestern darum.

Gut, dass das in den zehn Jahren, seit es die Klappe gibt, aber erst zweimal vorgekommen ist. Tobias Weckenbrock

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