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Mehr als vergesslich

19.04.2018
Mehr als vergesslich

In einem Museum in Hamburg gibt es spezielle Führungen für Menschen mit Demenz. In Selm gibt es für sie einen Malkurs. dpa © picture alliance / Malte Christi

Selm. Das Wort Demenz kommt aus der lateinischen Sprache. „De“ heißt auf lateinisch „weg“ und „mens“ heißt „Geist“. Wenn man es also wortwörtlich übersetzt, heißt es, so etwas wie „verschwundener Geist“. Das beschreibt schon ganz gut, was Demenz bedeutet, aber trifft es nicht ganz. Ärzte verstehen darunter, dass sich Denkleistungen des Gehirns verlangsamen und auch die Fähigkeit sich zu erinnern, beeinflusst wird. Vor allen Dingen bei älteren Menschen lässt sich Demenz feststellen. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass sie Dinge vergessen, vielleicht sogar die Namen von Personen. Das kann für die Person selbst, wenn sie merkt, dass sie vieles nicht mehr weiß, aber auch für ihre Familie sehr traurig sein. Es gibt deshalb besondere Beratungsangebote für Menschen mit Demenz, aber auch Angebote, wo sie malen oder auch über Kunst sprechen können. Denn Experten sagen, dass solche Angebote Erinnerungen wecken und deshalb positive Auswirkungen haben können. In Selm bietet die Malerin Anna Schüler zum Beispiel einen Malkurs für Menschen mit Demenz und Menschen ab 70 Jahren an.

Sabine Geschwinder

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