Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Heimische Krebse verdrängt

26.04.2018
Heimische Krebse verdrängt

Amerikanische Edelkrebse bedrohen die heimischen Arten. dpa © picture alliance / dpa

Viele bemerken es nicht, aber einige heimische Krebsarten stehen kurz vor der Ausrottung. Immer weniger leben in den Flüssen, Seen und Kanälen Deutschlands. Daran Schuld sind der amerikanische Kamberkrebs und der Signalkrebs. Diese Krebse sind eigentlich nicht in Deutschland heimisch. Sie wurden eingeschleppt. Und mit ihnen kam die Krebspest – eine Krankheit, an der die amerikanischen Arten nicht erkranken können, an der die deutschen Krebse, wie der Edelkrebs, aber sterben können. Auch in Schwerte, zum Beispiel im Mühlenstrang oder im Gehrenbach-Stausee, gibt es kaum noch heimische Edelkrebse.

Umweltschützer versuchen jetzt, für die deutschen Edelkrebse wieder neue Heimaten zu finden, während man möglichst viele der amerikanischen Krebse aus den Seen herausholen will. Fischer sollen lernen, wie sie verhindern können, dass sich die Krebspest von einem See zum nächsten verbreitet. Denn die Krankheit kann zum Beispiel übertragen werden, wenn man mit nassen Gummistiefeln von einem Gewässer in ein anderen geht.

Der Edelkrebs ist für die Natur wichtig: Weil er hilft, die Seen sauber zu halten, indem er alles wegisst, was verfaulen kann. Dadurch können keine Krankheitserreger übertragen werden.

Lea Fuchs