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Anwohner müssen zahlen

09.05.2018
Anwohner müssen zahlen

Wenn Straßen – zum Beispiel nach Kanalbauarbeiten – erneuert werden müssen, kann die Stadt auch die Anwohner dafür zahlen lassen. Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Werne. Wenn die Stadt Straßen erneuert – zum Beispiel, weil sie zu alt und kaputt sind oder aufgerissen werden mussten, um Kanalleitungen zu reparieren – dann muss sie die Kosten dafür nicht komplett selbst zahlen. Laut Gesetz kann sie einen Großteil der Kosten von den Anliegern der Straße, also den Haus- und Grundstückseigentümern, verlangen. In Werne zahlen die Hauseigentümer bis zu 75 Prozent dieser Kosten. Diese Beiträge finden viele Anlieger zu hoch.

Einige Hauseigentümer im Bereich Ostkamp, Bergstraße und Eick haben deshalb nun einen Antrag bei der Stadt gestellt. Sie wollen, dass der Beitragsanteil verringert wird. Denn im Moment laufen vor ihrer Haustür umfangreiche Kanalbauarbeiten. Eine Anwohnerin schätzt sogar, dass sie rund 26.000 Euro zahlen muss, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind.

Bei der Stadtverwaltung und der Politik stieß der Antrag allerdings nicht auf Zustimmung. Sie meinen, irgendwer müsse den Straßenausbau schließlich bezahlen. Und das Geld aus der Stadtkasse reiche dafür nun einmal nicht aus. Wenn der Rat der Stadt den Antrag ablehnt, könnten die Anlieger sogar vor Gericht klagen. Das wird allerdings frühestens im nächsten Frühjahr geschehen. Denn vorher werden die Arbeiten nicht beendet sein.

Felix Püschner

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