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Macron kritisiert „Fetischismus“ für Budgetüberschüsse

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat zu höheren EU-Ausgaben aufgerufen und Deutschland einen „Fetischismus“ für Budget- und Handelsüberschüsse vorgeworfen. Um in Europa voranzukommen, müsse man sich auch von Tabus lösen, forderte Macron am Donnerstag in Aachen bei der Karlspreisverleihung in einer kämpferischen Rede.

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Aachen

, 10.05.2018
Macron kritisiert „Fetischismus“ für Budgetüberschüsse

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bei der Verleihung des Karlspreises. Foto: Ina Fassbender

„In Deutschland kann es keinen ewigen Fetischismus für die Budget- und Handelsüberschüsse geben, denn sie sind auf Kosten der anderen gemacht“, sagte Macron in Anwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Der 40-Jährige mahnte, das EU-Budget müsse „viel ehrgeiziger“ sein. Er erneuerte in diesem Zusammenhang auch seine umstrittene Forderung nach einem eigenen Haushalt für die Eurozone, beispielsweise für Investitionen. In vielen EU-Ländern gibt es starke Skepsis im Hinblick auf eine Erhöhung der EU-Ausgaben.