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Gemeinde Nordkirchen will Südkirchener Grundschule 2019 umbauen

Barrierefreiheit und Brandschutz

Die Elisabeth-Ernst-Grundschule in Südkirchen soll voraussichtlich in den Schulferien 2019 umgebaut werden. Es geht um besseren Brandschutz, Barrierefreiheit und modernere Räume. Noch nicht entschieden ist allerdings, in welchem Umfang die Schule am Ende umgestaltet werden soll.

Südkirchen

von Karim Laouari

, 13.05.2018
Gemeinde Nordkirchen will Südkirchener Grundschule 2019 umbauen

Die Grundschule Südkirchen soll im Brandfall sicherer, barrierefreier und moderner werden. © Jessica Strotmann

Die Elisabeth-Ernst-Grundschule in Südkirchen soll voraussichtlich in den Schulferien 2019 umgebaut werden. Das teilte Bauamtsleiter Josef Klaas dem Ausschuss für Bauen und Planen am vergangenen Donnerstag mit. Wie berichtet, soll die Schule, die ein Standort des Grundschulverbunds Südkirchen-Capelle ist, modernisiert werden. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der Brandschutz.

In der Bauausschusssitzung unterstrich Josef Klaas noch einmal, dass es zurzeit zwar keinen akuten Bedarf gibt, allerdings die Brandschutzaufsicht der Gemeinde, die Schulträgerin ist, deutlich signalisiert habe, dass Handlungsbedarf bestehe. Was genau gemacht werden muss, erklärte Architektin Tanja Werner vom Nordkirchener Architekturbüro Leistungsphase den Ausschussmitgliedern bereits bei einem Ortstermin Anfang dieses Jahres (RN berichteten).

Zweites Treppenhaus

Neben einem zweiten Treppenhaus, das im südwestlichen Teil des Schulgebäudes entstehen und die Fluchtwege verkürzen soll, werden auch mehrere Brandschutztüren eingebaut. Die Sicherheit soll aber nicht der einzige Grund für den groß angelegten Umbau sein. So will die Gemeinde beispielsweise die Toilettenanlage der Schule verbessern, das Foyer und den Vorraum im Obergeschoss als Unterrichts- und Veranstaltungsfläche gestalten und die Barrierefreiheit in dem Gebäude verbessern.

Gerade die Barrierefreiheit lässt sich allerdings nicht zu 100 Prozent und auch nicht problemlos herstellen. So schlägt die Gemeinde den Fraktionen vor, den Fahrstuhl, der vom Erdgeschoss ins Obergeschoss führen soll, nicht einzubauen. Dadurch würden die Gesamtkosten immerhin um 65.000 Euro sinken. Um die Kostenersparnis geht es der Verwaltung allerdings nicht vorrangig, wie der Bauamtsleiter deutlich machte.

Gemeinde Nordkirchen will Südkirchener Grundschule 2019 umbauen

Im Januar 2018 waren die Mitglieder des Bauausschusses in der Grundschule, um vor Ort zu sehen, wo welche Umbaumaßnahmen nötig sind. © Foto: Karim Laouari

So habe es Gespräche mit Nicole Zombik, der Leiterin des Grundschulverbundes Nordkirchen gegeben, um in Erfahrung zu bringen, wie groß der Bedarf nach einem Aufzug in der Schule tatsächlich ist. Letztlich habe sich gezeigt, so Josef Klaas, dass zuletzt so gut wie kein Schüler oder Lehrer auf einen Aufzug angewiesen gewesen sei. Hinzu komme, dass auch ein Lift nicht alle Barrieren in dem Gebäude überwinden könnte. Denn vom Erdgeschoss würde er lediglich in ein Zwischengeschoss führen, von dem die Wege in die Unterrichtsräume wieder über Treppen führen.

Zweites Argument, das gegen einen Aufzug spricht: Er sei wartungsintensiv und dadurch teuer im Unterhalt. Das habe die Erfahrung in der Johann-Conrad-Schlaun-Schule (JCS) gezeigt, so Josef Klaas. Bürgermeister Dietmar Bergmann machte deutlich, dass auch ohne Aufzug kein Kind mit einer Einschränkung benachteiligt werden würde. „Wir werden für jeden Fall eine Lösung finden“, so Bergmann. Denkbar sei zum Beispiel, den Unterricht in Räume im Erdgeschoss zu verlegen.

90-Prozent-Förderung

Eine Entscheidung über den Umfang des Schulumbaus wird der Ausschuss in seiner nächsten Sitzung fällen. Nach aktuellen Berechnungen betragen die Baukosten rund 600.000 Euro. Mit dem „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier NRW“, das die Gemeinde als Fördergeldquelle anzapfen will, könnten bis zu 90 Prozent des Betrages gefördert werden.