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Ständige Angst

16.05.2018
Ständige Angst

Die Lünerin hat immer neue Nachrichten von ihrem Mann auf dem Handy.dpa © picture alliance / dpa

Stalking nennt man es, wenn eine Person eine andere unaufhörlich belästigt: Ihr folgt, ihr Whatsapp-Nachrichten schreibt oder sie anruft, obwohl diese Person überhaupt keinen Kontakt mehr will. Das kann für Betroffene schlimme Folgen haben.

Einer Frau, die momentan in Lünen lebt, ist es so ergangen. Ihr Mann ruft sie ständig an, schreibt ihr SMS oder kommt ihr nahe. Obwohl er das rechtlich schon gar nicht mehr darf. Denn ein Gericht hat entschieden, dass er ein sogenanntes Kontaktverbot hat. Er darf sich ihr eigentlich nicht mehr nähern, darf sie auch nicht mehr anrufen.

Die Frau leidet unter den Handlungen des Mannes sehr. Sie hat ständig Angst, traut sich kaum noch aus dem Haus und wenn, dann hat sie Pfefferspray in der Tasche. Sie hat ihren Mann auch angezeigt. Denn wenn er gegen das Kontaktverbot verstößt, dann muss er eine Strafe zahlen.

Eine solche Straftat nennt man „Nachstellung“. Die Zahl dieser Straftaten nimmt auch in Lünen stetig ab. Nur noch 22 Fälle wurden 2017 in Lünen angezeigt. Man weiß aber nicht, wie viele Fälle es tatsächlich gegeben hat. Denn häufig bringen Betroffene das nicht zur Anzeige. Marc Fröhling