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Welterbe-Anträge aus Deutschland besonders streng geprüft

Deutsche Welterbe-Anträge werden nach Angaben der Vertreterin Deutschlands im Welterbe-Kommitee, Birgitta Ringbeck, besonders streng geprüft. Mit 42 Welterbestätten gehöre Deutschland zu den sehr gut repräsentierten Staaten auf der Welterbe-Liste, sagte sie am Sonntag laut Manuskript in Aachen. „Selbstkritisch müssen wir zugeben, dass wir damit zur inflationären Entwicklung der Welterbeliste beigetragen haben.“ Zu den Problemen der Welterbeliste gehöre auch die Häufung von Stätten vergleichbaren Typs, sagte sie bei der zentralen Veranstaltung zum bundesweiten Welterbetag.

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Aachen

, 03.06.2018

Einige Kulturerbe-Kategorien wie historische Altstädte, christliche Sakralbauten und Schloss- und Parkanlagen aus Renaissance und Barock seien schon lange überrepräsentiert. Neue Anträge aus Deutschland würden besonders streng geprüft und klassische Denkmaltypen hätten so gut wie keine Chancen, sagte Ringbeck laut Manuskript.

Bei der Eröffnung der Welterbe-Liste 1978 wurde der Aachener Dom als erstes deutsches Denkmal aufgenommen. Von den weltweit 1073 Welterbestätten liegen nach Angaben Ringbecks 45 Prozent in Europa. Es gebe einen unübersehbaren Eurozentrismus. Übergreifendes Ziel sei es aber, das Verständnis für den Kern der Welterbekonvention zu stärken: Die Vorstellung eines gemeinsamen Erbes der gesamten Menschheit, das es zu schützen und zu bewahren gelte. Zu den Welterbestätten gehören sowohl Kultur- als auch Naturerbe.

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