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Anklage nach vermuteter Brandstiftung in Westerkappeln

Vier Monate nach einem Feuer in einem orientalischen Lebensmittelgeschäft in Westerkappeln im Kreis Steinfurt hat die Staatsanwaltschaft Münster Anklage gegen fünf Männer erhoben. Laut Mitteilung von Montag gehen die Ermittler davon aus, dass der Ladenbesitzer wegen finanzieller Schwierigkeiten das Feuer in Auftrag gegeben hatte, um seine Versicherung um eine sechsstellige Summe zu betrügen. Neben dem deutschen Ladenbesitzer (26) und seinem jüngeren Bruder (25) ist ein 30-jähriger Iraker aus Osnabrück wegen der Brandlegung angeklagt. Sie sollen zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren mit der Tat beauftragt haben. Die beiden Iraker waren in Belgien festgenommen worden.

Westerkappeln

04.06.2018
Anklage nach vermuteter Brandstiftung in Westerkappeln

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv

Das Duo soll in der Nacht zum 7. Februar Benzin in dem Geschäft mit darüber liegenden Wohnungen angezündet haben. Es kam zu einer Verpuffung und einem Brand des Gebäudes. Zwei Bewohner wurden verletzt. Umherfliegende Gebäudeteile beschädigten Autos. Laut Anklage nahmen die Männer in Kauf, dass sie das Feuer nicht kontrollieren könnten. Die Anklage lautet daher unter anderem auf versuchten Mord, besonders schwere Brandstiftung mit versuchter Todesfolge, gefährliche Körperverletzung und versuchten Betrug in besonders schwerem Fall.

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