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Wehrhahn-Prozess Zeugin: Ex-Soldat „hat mit der Tat zu tun“

Düsseldorf. Im Prozess um den Bombenanschlag in Düsseldorf vor 18 Jahren hat eine Bekannte des Angeklagten ausgesagt, dass dieser aus ihrer Sicht mit der Tat zu tun hat. „Es sind damals so ein paar komische Sachen passiert“, sagte die Frau am Freitag vor dem Landgericht Düsseldorf. So habe sie der Ex-Soldat nach der Tat bedrängt, zu dem Anschlag nicht auszusagen. Sie habe ihn in ihren ersten Aussagen tatsächlich geschützt und einiges weggelassen.

Wehrhahn-Prozess Zeugin: Ex-Soldat „hat mit der Tat zu tun“

Rettungskräfte die vor der S-Bahnhof Wehrhahn Verletzte versorgen. Foto: Christian Ohlig/Archiv

Er habe sich nach dem Anschlag darüber lustig gemacht, dass die Polizei in seiner Wohnung bestimmte Gegenstände nicht gefunden habe, die er im Abfluss seiner Badewanne versteckt hatte. Sie glaube, es sei um echte Handgranaten gegangen, die er habe verschwinden lassen.

Nach der Tat habe er sehr schnell angedeutet, dass er unter Verdacht geraten könnte. Außerdem hätten sich Freunde des Angeklagten ihren Kampfhund vor dem Anschlag ausgeliehen, „um Leute zu erschrecken“. Wie sie später erfahren habe, sei es darum gegangen, die ausländischen Sprachschüler einzuschüchtern, auf die später der Bombenanschlag verübt worden war.

Dem 51 Jahre alten Angeklagten mit Kontakten zur rechten Szene wird zwölffacher Mordversuch aus Fremdenhass vorgeworfen. Er bestreitet die Tat. Bei dem Anschlag waren am 27. Juli 2000 zehn Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb im Mutterleib. Bei den Opfern handelt es sich um überwiegend jüdische Zuwanderer aus Osteuropa, die aus einer Sprachschule kamen.

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