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Weltcupsiege für Bob-Piloten: Erst Walther, dann Lochner

Park City. Die ersten beiden Viererbob-Weltcups in Park City waren wie eine Lotterie. Noch nie waren die Rennen in der Königsklasse so eng. Trotz der beiden Siege von Walther und Lochner warnt Cheftrainer René Spies vor den olympischen Rennen in Pyeongchang.

Weltcupsiege für Bob-Piloten: Erst Walther, dann Lochner

Johannes Lochner (O.) feiert mit seinen Anschiebern Marc Rademacher, Christopher Weber und Christian Rasp den Sieg. Foto: Rick Bowmer Foto: Rick Bowmer/AP/dpa

Erst gewinnt Nico Walther das Bob-Auftaktrennen in der Königsklasse, dann rast Weltmeister Johannes Lochner 24 Stunden später allen davon.

Mit zwei Weltcup-Siegen in den beiden Vierer-Rennen rundeten die deutschen Piloten nach dem Zweierbob-Auftaktsieg von Walther ihren gelungenen Start in die Olympia-Saison ab. Doch Cheftrainer René Spies warnte nach dem Weltcup auf der Olympia-Bahn in Park City: „Es werden ganz harte Rennen bei den Olympischen Spielen, mit einer Quantität und Qualität, die noch nie da gewesen ist. Bei den Männern sind noch mehr Teams dazu gekommen, die Dichte ist noch höher als letztes Jahr.“

Allein das erste Rennen im US-Bundestaat Utah war wie eine Lotterie. „Das zeigt, was uns in diesem Winter erwartet. Brutal, wenn die ersten Zehn alle innerhalb von 15 Hundertstel sind“, sagte Walther, der mit seiner Crew Kevin Kuske, Christian Poser und Eric Franke gewann. Lochner hatte nach dem ersten Durchgang knapp in Führung gelegen, leistete sich dann aber einen Patzer und fiel auf Rang vier zurück - zeitgleich mit dem Letten Oskars Melbardis. Doppel-Weltmeister Francesco Friedrich landete auf Platz neun

24 Stunden später drehte Lochner auf, kämpfte sich von Rang vier ganz nach vorn. Mit seiner Crew Marc Rademacher, Christopher Weber und Christian Rasp siegte er mit fünf Hundertstel Vorsprung vor dem US-Piloten Codie Basque. Dritter wurde völlig unerwartet der Brite Bradley Hall. Friedrich tröstete sich trotz bester Startzeit mit Rang vier. Der zuvor siegreiche Walther fand sich plötzlich auf Rang neun wieder.

„Es funktioniert doch noch. Nach der Pleite im Zweier in Lake Placid hatte ich gedacht, es geht gar nichts mehr. Das Material läuft jetzt endlich. Beim Start brauchen wir mit der neuen Truppe noch einige Rennen“, meinte Lochner.

Bei den Frauen bot Stephanie Schneider erneut eine starke Leistung. Bei ihrem Debüt auf der Olympia-Bahn kam sie mit Lisa Marie Buckwitz auf Rang vier. „Im ersten Lauf hatten wir leider zwei Fehler, aber insgesamt sind wir sehr zufrieden“, sagte Schneider, die am Ende 0,40 Sekunden Rückstand auf die siegreiche US-Pilotin Jamie Greubel Poser hatte.

Europameisterin Mariama Jamanka wurde mit Erline Nolte Sechste. Weltcupdebütantin Anna Köhler landete mit Ann-Christin Strack auf Rang acht. „Bei den Frauen haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, wir sind sehr dicht an den Podestplätzen dran, können es auf der ein oder anderen Bahn auch aus eigenen Kräften schaffen“, meinte Spies.

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