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Weltkriegsbombe in Paderborn: Vorbereitung auf Evakuierung

Paderborn. Den Menschen in Paderborn steht ein aufregendes Wochenende bevor: Sonntag müssen 26 000 Menschen wegen einer Bombenentschärfung ihre Häuser verlassen. In einer Klinik müssen auch einige Frühchen im Brutkasten in Sicherheit gebracht werden.

In Paderborn laufen die letzten Vorbereitungen für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe an diesem Sonntag. 26 000 Menschen müssen dann ihre Häuser verlassen - es ist die größte Evakuierung in der Nachkriegsgeschichte der Stadt. Im Rathaus konnten sich Bürger am Samstag noch einmal im Detail informieren, wie die Evakuierung und die Entschärfung genau ablaufen.

Im St. Vincenz-Krankenhaus wurden zahlreiche Patienten ins 15 Kilometer entfernte Salzkotten verlegt. Betroffen ist unter anderem die Neugeborenenstation. Einige Frühgeborene mussten mit Spezialfahrzeugen in mobilen Brutkästen verlegt werden.

Die Bombe war vor eineinhalb Wochen bei Bauarbeiten in einem Garten nur 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche entdeckt worden. Sie ist mit 1,5 Tonnen Sprengstoff gefüllt und hat damit enormes Zerstörungspotenzial.

In einem Radius von 1,5 Kilometern rund um den Fundort werden auch zwei Krankenhäuser, mehrere Altenheime, die Universität und Teile der historischen Altstadt geräumt. In zwei weiteren Krankenhäusern müssen die Patienten in sichere Bereiche gebracht werden. Mehr als 1000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdienst sowie Einsatzhundertschaften der Polizei sollen am Sonntag für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

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