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Weltkriegsbomben in Bochum entschärft

Sperrungen aufgehoben

Rund 1700 Menschen haben in Bochum-Ehrenfeld für eine Bombenentschärfung ihre Häuser und Büros verlassen müssen. Die Evakuierung lief reibungslos, der Kampfmittelräumdienst entschärfte nacheinander die beiden Bomben. Gegen 14.30 die Entwarnung: Alles gut gelaufen.

BOCHUM

, 05.07.2017
Weltkriegsbomben in Bochum entschärft

Der rot markierte Bereich zeigt die Straßen, die evakuiert werden müssen.

Für die Entschärfung zweier Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg mussten am Mittwochmorgen in Bochum rund 1700 Menschen evakuiert werden. Die Feuerwehr hatte bereits um 9 Uhr mit dem Aufbau der Einsatzleitung begonnen, am Vormittag wurde das Gebiet im Stadtteil Ehrenfeld evakuiert. Probleme gab es dabei nicht. 15 Menschen, die nicht gehfähig waren, wurden in einem DRK-Altenheim untergebracht. Weitere 10 Menschen haben die Anlaufstelle in der Graf-Engelbert-Schule genutzt. "Insgesamt betreuen wir rund 25 Personen", erklärte Nicolas Ennenbach, Sprecher der Bochumer Feuerwehr, "alles läuft nach Plan". Nur in einem Fall habe sich eine ältere Person geweigert, ihre Wohnung zu verlassen. Doch mit Hilfe der Polizei sei auch diese Person von der Dringlichkeit der Maßnahme überzeugt worden. 

Seit 11 Uhr war auch die Hattinger Straße zwischen Hunscheidstraße und Hennigfeldstraße gesperrt. Der Verkehr wurde über die Bessemer Straße und die Kohlenstraße umgeleitet.

Am Dienstagnachmittag waren nur 50 Meter voneinander entfernt an der Ecke Kulmer Straße/Friederikastraße und in Höhe Hausnummer 25 zwei Fünf-Zentner-Bomben gefunden worden. "Da die beiden Bomben nicht bewegt wurden, haben wir uns entschieden, die Entschärfung in Ruhe vorzubereiten", sagte Ennenbach am Morgen. Die Bomben wurden in der Nacht wieder mit Erde bedeckt und mussten wieder freigeräumt werden.

Anwohner wurden in der Engelbert-Schule untergebracht

Für die Entschärfung musste das Wohnviertel in einem Radius von rund 250 Metern geräumt werden. Anwohnerinnen und Anwohner konnten in der Graf-Engelbert-Schule, einem der beiden nahe gelegenen Gymnasien an der Königsallee, untergebracht werden. "Wir können die Mensa nutzen, dort gibt es auch Tische und Stühle für die älteren Menschen", erklärte Ennenbach. Der Unterricht an der Schule wurde nicht beeinträchtigt. 200 Portionen Erbsensuppe hatte man vorsorglich bestellt - doch nur etwa 10 Menschen nutzten die Mensa als Anlaufpunkt. 

Das benachbarte Bergmannsheil-Krankenhaus ist nicht betroffen, wohl aber die Zweigstelle einer privaten Berufsschule. Ob dort unterrichtet wird, war der Feuerwehr am Morgen nicht bekannt. "Das ist eine der Unwägbarkeiten", so Ennenbach. Im Laufe des Vormittags stellte sich heraus, dass an der Schule kein Unterricht stattfand.

Einsatz schneller beendet, als geplant

Beide Bomben waren dann am Nachmittag um 14.35 Uhr entschäft - eine Stunde früher, als ursprünglich geplant. "Alles ist perfekt gelaufen", sagte Ennenbach. Der Feuerwehrsprecher bedankte sich noch einmal ausdrücklich bei allen Bochumer Bürgern, die sich vorbildlich verhalten hätten. 

Diese Straßen waren betroffen: An der Landwehr 1 a - 17; An der Landwehr 4 - 24; Dirschauer Straße 1 - 25; Dirschauer Straße 2 - 16; Erlenstraße 1 - 11; Erlenstraße 2- 20; Ermlandstraße 1 -31; Ermlandstraße 2 -24; Friederikastraße 131 - 167; Friederikastraße 128 - 170; Graffring 13 - 15; Graffring 12; Grünewaldstraße 1 -13; Grünewaldstraße 2 -18; Hattinger Straße 95- 207; Hattinger Straße 100 - 160; Hunscheidtstraße 2 - 54; Hüttenstraße 2 - 16; Kulmer Straße 21 - 27; Kulmer Straße 2 - 22
Transporthilfe: Die Feuerwehr bat die Anwohnerinnen und Anwohner, sich auch untereinander über die Evakuierung zu informieren. Wer eine Transporthilfe benötigte, konnte diese am Mittwochmorgen unter der Rufnummer 9254 938 bestellen. Die Stadt Bochum informiert hier stets aktuell:

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