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Weniger Habilitationen seit Einführung der Juniorprofessur

Wiesbaden (dpa) Die Juniorprofessur an den Hochschulen ermöglicht Wissenschaftlern den Zugang zu Lehr- und Forschungsaufträgen, ohne alle klassischen Hürden bis zum Lehrstuhl schon genommen haben. Seit es sie gibt, sinkt offenbar der Reiz einer Habilitation.

Weniger Habilitationen seit Einführung der Juniorprofessur

Mit der Juniorprofessur kommen Wissenschaftler schon ohne die Habilitation an Lehr- und Forschungsaufträge. Zudem bringen junge Dozenten oft frischen Wind in die Hörsäle. Foto: Uwe Zucchi/Archiv

Immer weniger Wissenschaftler erreichen in Deutschland die Voraussetzung für den Professorentitel (Habilitation). Seit Einführung der Juniorprofessur vor zehn Jahren sank die Zahl der Habilitationen in Deutschland deutlich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

1563 Wissenschaftler haben demnach 2011 die höchste Hochschulprüfung abgeschlossen, fast ein Drittel weniger als im Rekordjahr 2002. Im Vergleich zu 2010 wurden elf Prozent weniger Akademiker habilitiert.

Die Zahl der Juniorprofessuren stieg zugleich (2002 bis 2010) um mehr als 1100 auf rund 1200. Damit gab es insgesamt etwa 41 500 Professuren (plus zehn Prozent). Bei der 2002 eingeführten Juniorprofessur ist keine Habilitation notwendig.

Zugleich haben sich mehr Frauen für eine Habilitation entschieden: Etwa jede vierte dieser Hochschulprüfungen wurde 2011 von einer Frau abgeschlossen, 2002 war es nur gut jede Fünfte.

Die meisten Habilitationen gab es in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften, gefolgt von Sprach- und Kulturwissenschaften sowie an dritter Stelle von Mathematik/Naturwissenschaften. Der Frauenanteil war mit fast 43 Prozent in den Sprach- und Kulturwissenschaften am höchsten.

Pressemitteilung mit Tabelle

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