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Weniger Kinderarmut in Ländern mit vielen Kitas

Köln (dpa/tmn) In Ländern mit einem ausgedehnten öffentlichen Betreuungsangebot gibt es weniger Kinderarmut. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor.

Weniger Kinderarmut in Ländern mit vielen Kitas

Spielen, während Mama arbeitet: In Ländern mit vielen Kita-Plätzen gibt es weniger Kinderarmut, weil die Mütter leichter einer Arbeit nachgehen können. (Bild: dpa)

Demnach leben in Ländern mit vielen Krippenplätzen nur 7 Prozent aller Kinder in Armut. In Deutschland mit einem verhältnismäßig knappen Betreuungsangebot sind dagegen knapp 13 Prozent betroffen - und damit jedes achte Kind. Das IW stützt sich in seiner Erhebung auf Daten des Deutschen Jugendinstituts und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Ob ein Kind in Armut lebt, hängt den Angaben zufolge auch von der Berufstätigkeit der Mutter ab: In Ländern mit einem umfangreichen Betreuungsangebot sind mehr als 60 Prozent der Mütter mit unter dreijährigen Kindern erwerbstätig. Gibt es wenige Krippenplätze, können dagegen nur 42 Prozent der Mütter mit kleinen Kindern einer Beschäftigung nachgehen. In Deutschland sind es sogar nur 36 Prozent.

Der Besuch von Kindergarten und Kindertagesstätte kommt der Studie zufolge auch dem Kind zu Gute: Kinder, die länger als ein Jahr eine Kita besucht haben, waren als 15-Jährige im «Pisa-Test» laut IW besser als ihre Altersgenossen, die nur kurz oder gar nicht in Krippe oder im Kindergarten waren.

Ob der Nachwuchs in eine Betreuungseinrichtung geht, hängt vor allem vom Bildungsstand der Eltern ab. So besuchen in Deutschland mehr als dreimal so viele Kinder von Akademikerinnen eine Kita als der Nachwuchs von Müttern mit Hauptschulabschluss.

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