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Wenn Weihnachten "Ohrensausen" macht

HEVEN Alle Jahre wieder ein Erlebnis ist die Kult-Weihnachtsreihe „Frohwienie“ bei „Kultur auffem Hügel“ der Evangelischen Trinitatis-Gemeinde in Heven. Da drückt der Titel schon die Gefühle nach dem mitreißenden Drei-Stunden-Programm treffend aus.

von Von Dietmar Bock

, 09.12.2007
Wenn Weihnachten "Ohrensausen" macht

"Frohwienie 2007" mit Schröder und Wohlfahrt.

An den letzten drei Abenden platzte der Gemeindesaal auf dem Steinhügel – wie schon in den fünf Jahren zuvor – aus allen Nähten, feierten die Kirchenkabarett-Freunde das etwas andere Weihnachten ausgelassen. Nicht von ungefähr meinte Micki Wohlfahrt, der Initiator dieser Reihe, gleich zu Beginn: „Glückwunsch! Nicht zum verpassten Jackpott, doch dazu, dass Sie eine der fast 600 Karten bekommen haben. Wir hätten über 800 verkaufen können“.  

Weihnachtsshow Anschließend legten Wohlfahrt,     sein „K3“-Kumpel Thorsten Schröder, Ulrike Böhmer und die Skiffle-Band „Ohrensausen“ mit Thomas Maag (Keyboard, Gesang), Heinz Herkendell (Banjo, Gitarre, Gesang), Frank W. Nelle (Bass), Klaus Christian (Schlagzeug, Saxophon) und Andreas Langos (Gitarre, Ukulele, Gesang) eine Weihnachtsshow „vom Feinsten“ hin. Mit „Hömma, jetzt ist wieder Weihnachtszeit“ stimmte „Ohrensausen“ aufs Event ein, um dann „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ in irischer Weise und „Kommet ihr Hirten“ als „Downtown“-Spezial á la Petula Clark darzubieten.

Dulcima und UduAlle Jahre wieder bediente sich die Skiffle-Band dabei außergewöhnlicher Klang-Werkzeuge. Diesmal verzauberten Andreas Langos mit dem Saiteninstrument Dulcima und Klaus Christian mit der afrikanischen Ton-Trommel Udu die Zuhörer. Das „Klerikale-Kabarett-Kommando – K3“ trug seine Weihnachtsgeschichte mit Hilfe des Publikums, das u.a. als Esel und Maria aktiv mit machte, vor. Gemeinsam mit ihrer katholischen Kollegin Ulrike Böhmer nahmen sie als Engel in der „Himmlischen Runde 2007“ aktuelle Themen wie den Bahnstreik aufs Korn: „Verspätet angefangen, die Weichen falsch gestellt, hatte er das Tempo eines Bummelzuges und zuletzt einen Schaden in der Oberleitung“. Kombiniert mit Weihnachtlichem hieß es auch: „Vom Himmel hoch, da komme ich, der Feinstaub, her“.

Tosca-VerführungDaneben hatten die Weihnachtsfachleute auch die Geschenke-Dramen im Blick: „Vor einem Jahr hatten sie ihn an die Playstation angeschlossen, jetzt wissen sie nicht, wie sie ihn wieder los kriegen“ oder „Seit zwölf Jahren steht die leere Tosca-Flasche im Bad. Tosca steht für Verführung. Da wissen Sie dann, was bei uns los ist“, beklagte sich Ulrike Böhmer, die von ihrem Herbert immer nur Küchengeräte, wie einen Mixerstab („Und ich dachte, der wär´ fürs Bett“), erhält. Doch am Ende waren dann alle – wie all´ die Jahre zuvor – wieder „Frohwienie“.