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Wenn die Trennung schmerzt

Selbsthilfegruppe "Väteraufbruch"

Geht eine Beziehung in die Brüche, sind es häufig die Väter, die um den Kontakt zu ihren Kindern kämpfen müssen. Viele wenden sich dann an die Selbsthilfegruppe "Väteraufbruch für Kinder".

ASSELN

von Von Petra Frommeyer

, 07.08.2010
Wenn die Trennung schmerzt

Im Marie-Juchacz-Haus finden die Treffen der Gruppe »Väteraufbruch« statt.

Frank Pihl hat die Gruppe in Dortmund gegründet, die sich im Marie-Juchacz-Haus in Asseln trifft.  Als Moderator steht er Männern – und häufig auch Großeltern, die nach der Trennung ihrer Kinder die Enkel plötzlich nicht mehr sehen dürfen – zur Seite. „Unser Ziel ist es, zuzuhören, auf menschlicher Ebene eine gute Lösung zu suchen, ohne durch die Instanzen zu ziehen“, sagt Pihl.

Männer tun sich oft schwer, ihr Seelenleben und ihre Probleme öffentlich auszubreiten, da helfe das gute Ambiente unter Gleichgesinnten in der Gruppe, weiß Pihl aus eigener Erfahrung. „Die Betroffenen tauen einfach schnell auf.“ Der bundesweite Verein „Väteraufbruch“ engagiert sich seit Anfang der 1990er Jahre aber auch politisch sehr stark. Zuletzt haben Mitglieder an Demonstrationen, u. a. in Berlin, teilgenommen. So begrüßt Frank Pihl natürlich auch die kürzliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das unverheirateten Vätern künftig bessere Chancen einräumt, das Sorgerecht für ihre Kinder zu bekommen, als einen Schritt in die richtige Richtung. Bislang war die Regelung so, dass ein gemeinsames Sorgerecht nur mit Zustimmung der Mutter möglich war.