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"Wer Leistung will, muss Lernen fördern"

HOLZEN Dass Lernen Spaß machen und Spannung erzeugen kann, aber auch Anstrengung und Stress bedeutet, das erfuhren 70 Eltern und Lehrer der Eintracht-Grundschule beim Elternseminar "Wer Leistung will, muss Lernen fördern".

von Von Heike Thelen

, 26.10.2007
"Wer Leistung will, muss Lernen fördern"

Wolfgang Endres: "Verrücktheiten können das Lernen bereichern."

 "Rezepte, wie man andere zum Lernen motivieren kann, gibt es nicht. Es gibt nur Rahmenbedingungen, unter denen Lernerlebnisse gedeihen können", räumte der Referent Wolfgang Endres ein. Er warb dafür, sich in Kinder und ihre Lernprobleme hineinzuversetzen und Kindern Raum zu geben, unterschiedliche Lerntypen zu erkennen und zu entwickeln.

In zahlreichen Übungen konnten die Eltern selbst den Stress nachempfinden, den ihre Kinder erleben, wenn der Lehrer an den Tischreihen entlang streift und den Druck, den es bedeutet, unter Zeitdruck eine Leistung erbringen zu müssen oder einen Misserfolg öffentlich einzugestehen.

Die zentrale Frage, um Kinder zum Lernen zu motivieren, laute: "Was können wir tun, dass Kinder die Lerninhalte zu ihrer eigenen Sache machen und für ein Erfolgserlebnis auch die Mühen und Anstrengungen des Lernens hinnehmen?"

Um verschiedenen Charakteren und Lerntypen gerecht zu werden, unterscheidet Endres zwischen Lernen ...

- ... mit System = klare Strukturen und Ordnungssysteme.

- ... mit Fantasie = kreatives Potenzial entdecken.

- ... mit Logik = Lernen durch Lehren.

- ...  mit Intuition = emotionale Beteiligung.

Dabei warb der Referent Endres auch für unkonventionelle Lernmethoden. Als "paradoxe Intervention" regt er dazu an, auch einmal das Gegenteil dessen, was Eltern bei ihren Kindern erreichen wollen, anzutreiben.

Also einen Trödler zum Verlangsamen zu ermuntern oder die Abneigung eines Kindes gegen Hausaufgaben punktuell zuzulassen, um ihm "das Segel aus dem Wind zu nehmen". - "Dosiert eingesetzt können solche Verrücktheiten das Lernen bereichern wie Gewürze das Essen", ermunterte der Pädagoge und Referent in der Lehrerfortbildung, spielerisch mit dem Lernen umzugehen. "Er hat mir in vielerlei Hinsicht aus dem Herzen gesprochen", sagte Schulleiterin Irmgard Möckel nach dem Seminar. "Ein interessanter Einstieg, um in einem Folgeseminar noch mehr über die einzelnen Lerntypen zu erfahren", war der Abend für Isabel Pullmann, Vorsitzende der Schulpflegschaft, die zu dem Seminar eingeladen hatte.

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