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Wer möchte "Vorlese-Oma" werden?

MENGEDE Seit August ist Ursula Lutze "die Vorlese-Oma Ursula". Alle zwei Wochen, immer freitags, wird sie von den kleinen Emscherwichteln des gleichnamigen Kindergartens in Mengede sehnsüchtig erwartet.

von Von Beate Dönnewald

, 19.10.2007
Wer möchte "Vorlese-Oma" werden?

Hoffen auf Unterstützung durch neue Lesepaten (v.l., hinten): Angelika Cebeci (Familienbüro), Thomas Brandt (Seniorenbüro) und Büchereileiter Andreas Röhr. Begeisterte Lese-Patinnen sind bereits (v.l.) Ursula Lutze, Inge Krause und Ursula Garus.

 Jedes Mal haben die Drei- bis Sechsjährigen Bilder für sie gemalt, und ein Platz im Stuhlkreis wird wie selbstverständlich für sie frei gehalten. "Beim letzten Besuch hat mir ein Kind die Kerne aus seinem Zauber-Apfel geschenkt", erzählt die 65-Jährige.

Ursula Lutze ist eine von vier neuen Vorlese-Patinnen der Stadtteilbibliothek Mengede, die gezielt für den Einsatz in Kindergärten und Senioreheimen gesucht wurden. Diese Idee ist in Kooperation mit dem Mengeder Familienbüro und Seniorenbüro entstanden und wurde nach den Sommerferien in die Tat umgesetzt.

Und das mit großem Erfolg: Mittlerweile, erzählt Bibliotheks-Leiter Andreas Röhr, sei die Nachfrage aus Mengeder Einrichtungen so groß, dass dringend weitere ehrenamtliche Kräfte benötigt würden. Angedacht sei auch, Paten in Privathaushalten einzusetzen, um so einzelnen Senioren eine sinnvolle Abwechslung zu bieten.

Positive Erfahrungen hat auf diesem Gebiet bereits Ursula Garus gemacht. Sie besucht einmal pro Woche das Altenheim am Burgring, wo zwei Bewohner zu ihren "Stammzuhörern" zählen. "Natürlich lese ich nicht nur vor, sondern wir unterhalten uns auch angeregt", erzählt die 64-Jährige. Sie freue sich immer wieder auf die interessanten Begegnungen mit den beiden Senioren.

Sowohl Ursula Lutze als auch Ursula Garus sind über einen Aufruf in den Ruhr Nachrichten an ihre neuen Ehrenämter gekommen. "Ich wollte schon immer mit Kindern arbeiten und bin glücklich, dass es nun möglich ist", erzählt Ursula Lutze. Beide Frauen nehmen auch gerne den Rat von Andreas Röhr in Anspruch, wenn sie in der Bücherei Literatur für ihre Einsätze suchen.

Darüber hinaus treffen sie sich regelmäßig zu einem Erfahrungsaustausch mit den Ansprechpartnern von Bibliothek, Seniorenbüro und Familienbüro.