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Werder feiert Pizarro - Schalke schöpft Mut

Bremen (dpa) Gezaubert hat Claudio Pizarro zwar noch nicht, gefeiert wurde Werder Bremens heimgekehrter Hoffnungsträger dennoch.

Werder feiert Pizarro - Schalke schöpft Mut

Werders Claudio Pizarro (l) im Duell mit Heiko Westermann von Schalke 04.

Der peruanische Nationalstürmer heimste nach seinem ersten Auftritt an der Weser nach siebenjähriger Abwesenheit allenthalben glänzende Kritiken ein und verdrängte so den Ärger über die unnötig vergebenen Punkte beim 1:1 (0:0) gegen den FC Schalke 04. «Alle haben gesehen, was für ein großartiger Fußballer er ist», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. «Wir glauben, dass er uns entscheidend weiterhelfen kann», befand Geschäftsführer Klaus Allofs voll des Lobes.

Das lässt erahnen, wie euphorisch der Beifall ausgefallen wäre, wenn Pizarro auch noch ein Tor erzielt hätte. Nach nur acht Minuten hatte er das zwar bereits auf dem Fuß, scheiterte aber am prächtig aufgelegten Schalker Schlussmann Mathias Schober. «Er hat glänzend reagiert. Ich hatte eigentlich alles richtig gemacht», befand der 30-Jährige nach seinem insgesamt gelungenen Comeback.

Das Fazit konnten auch die Auszeiten nicht trüben, die sich der Peruaner gelegentlich nahm. «Ich habe ja seit Mai kein Spiel mehr bestritten. Da wurden die Beine mit zunehmender Spieldauer schon etwas schwer», gestand der für ein Jahr vom englischen Premier-League-Club FC Chelsea ausgeliehene Angreifer. Als Pluspunkt registrierte er aber immerhin die Harmonie mit seinem Sturmpartner Markus Rosenberg: «Das ging schon ganz gut, obwohl ich erst einmal mit der kompletten Mannschaft trainiert habe.»

Ein Manko war noch die Chancenverwertung. So musste Torsten Frings aushelfen und die Hoffnungen der Werder-Fans unter den 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion auf den ersten Saisonsieg nähren. Sein Führungstor (64.) reichte jedoch nicht, weil Schalke noch einmal zurückkam und durch Heiko Westermann fünf Minuten vor dem Ende ausglich. «Das war ärgerlich nach einem Spiel, mit dem ich durchaus zufrieden war. Wir haben uns selbst um den Lohn unserer Arbeit gebracht», sagte Schaaf. Ansonsten aber hatte er «viele gute Dinge gesehen, die gezeigt haben, wo wir hinwollen».

Schaafs Pendant Fred Rutten ging es nach dem vierten Pflichtspiel ohne Niederlage ebenso. «Wir haben erneut gezeigt, dass wir nicht so leicht zu bezwingen sind», resümierte der Niederländer und freute sich über die Moral seiner ersatzgeschwächten Truppe. Die hatte in Schober erneut einen starken Vertreter für Manuel Neuer. «Nach dem Rückstand sind wir zurückgekommen und haben verdient den Ausgleich geschafft. Das gibt Selbstvertrauen», sagte der Routinier Schober.

Dies wird Schalke im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation bei Atlético Madrid brauchen. Das 1:0 aus dem Hinspiel ist alles andere als ein beruhigendes Polster. «Das wird mit Sicherheit ein heißer Abend», prophezeite Rutten. Westermann stimmte zwar zu, hat aber keine Angst davor. «Wenn die Spanier gesehen haben, wie wir auch hier in Bremen aufgetreten sind, werden sie Respekt vor uns haben. Vor allem vor unseren gefährlichen Standards», meinte der Nationalspieler.

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