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WerkStadt-Kurs: Kinder tauchen in japanische Comic-Welt ein

WITTEN Dass man fürs Malen und Zeichnen nicht unbedingt ein Naturtalent sein muss, beweisen derzeit die eifrigen Teilnehmer des Manga- und Comic-Ferienkurses in der WerkStadt.

von Von Laura Collmann

, 07.08.2008
WerkStadt-Kurs: Kinder tauchen in japanische Comic-Welt ein

Marlon (9) überlegt zusammen mit der Betreuerin, was er als nächste an seinem Bild machen kann.

„Die Kinder erlernen das Zeichnen schrittweise. Am Anfang machen wir auch ein paar Lockerungsübungen, indem wir zum Beispiel schwungvolle Kreise zeichnen“, erzählt Betreuerin Ingrid Schmechel (48). Anschließend wenden sich die Kids dann den Mangas zu.

Bevor die jungen Künstler allerdings mit dem Kolorieren der Figuren anfangen, zeichnen sie diese vor. „Am Lichttisch überträgt man die Vorzeichnung auf spezielles Papier, das die Farbe der Marker (Spezialstifte) besser annimmt“, so Kunst- und Musikpädagogin Schmechel und deutet dabei auf Phil (9). Er male an einem Mann mit Eisenarm, der schießen könne, verrät der kleine Hobbykünstler grinsend. Die zwölfjährige Hanna ist mit ihrem Werk sogar schon fertig und präsentiert stolz die Figur Mül-Mül aus dem Kinderbuch „Arthur und die Minimoys“. Interessiert sucht sie in einem Buch schon nach weiteren Vorlagen. Während des zweistündigen Kurses, der diese Woche täglich von Montag bis Freitag stattfindet, wenden sich die kleinen Zeichner verschiedenen Themen der Comic-Gestaltung zu.

Laut Ingrid Schmechel verbirgt sich hinter den Figuren mehr als nur eine Zeichnung: „Ich möchte meinen Schülern vermitteln, dass man den Figuren mit Konturen, Farben und viel Fantasie Leben einhauchen kann. Oftmals beschreiben die Bilder nämlich deren Charakter“. Ziel der Pädagogin ist es, die Kinder an die Gestaltung eines eigenen Comics heranzuführen, da dieser über die bloße Beschreibung einer Manga-Figur hinaus gehe und die komplette Geschichte erzähle. Und was gefällt den Nachwuchszeichnern am Besten? „Alles macht Spaß. Man kann malen was man will. Uns sind keine Grenzen gesetzt“, strahlt der zwölfjährige Marvin und freut sich, dass er eine neue Leidenschaft hinzu gewonnen hat.