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22-jähriger Jan Skudlarek erhält Literaturpreis

WERNE Das war ein aufregender Sonntag für Jan Skudlarek. Nicht die Verleihung des Literaturpreises, sondern vielmehr die Lesung eigener Gedichte vor einem so großen Publikum sorgten bei dem Preisträger aus Werne für Herzklopfen.

von Von Heinz Overmann

, 13.10.2008
22-jähriger Jan Skudlarek erhält Literaturpreis

Die Gewinner des GWK-Förderpreises mit Dr. Susanne Schulte (2.v.r.) vom GWK-Vorstand: Annika Treutler, Juan Carlos Arancibia (beide Musik), Max Sudhues, Daniel Burkhardt (beide Kunst) sowieganz rechts Jan Skudlarek (Literatur).

Am Sonntag fand im Kunstmuseum Bochum die feierliche Verleihung der Förderpreise der Gesellschaft zur Förderung Westfälischer Kulturarbeit (GWK) statt. Die GWK fördert jährlich herausragende junge Künstler(innen) aus Westfalen, über den mit 4 000 Euro dotierten Literaturpreis durfte sich Jan Skudlarek freuen. Der Student der Philosophie und Hispanistik ist in Nordkirchen aufgewachsen und wohnt seit einigen Jahren in Werne.

  Zur Preisverleihung hatte er eine lange Anfahrt, denn der 22-Jährige absolviert zurzeit ein Auslandssemester in Madrid. Bei der Preisverleihung in Bochum wartete auf den Werner eine ganz besondere Herausforderung. Noch nie hat er eine Lesung gehalten, noch nie öffentlich seine Gedichte vorgetragen. Und dann so eine Premiere: etwa 300 Kultur begeisterte Hörer hingen dem jungen Preisträger regelrecht an den Lippen, als er seine Verse vortrug.

  Jan Skudlarek meisterte souverän seine Premiere, das sachkundige Publikum dankte mit großem Applaus. „Was war ich vorher nervös, aber als ich am Pult stand, ging es“, war Jan Sudlarek erleichtert. Vor seinem Auftritt gab es viel Lob für seine Gedichte. Dr. Susanne Schulte, GWK-Geschäftsführerin, hielt die Laudatio. „Jan Skudlarek ist ein lyrisches Ausnahmetalent und seine oft geheimnisvollen Gedichte verweigern sich einem schnellen Verstehen, öffnen damit aber den Blick“, so Dr. Schulte.

Die GWK-Geschäftsführerin wies darauf hin, dass ihre Gesellschaft den weiteren Weg der Preisträger genau verfolgen und ihre Karriere unterstützen werde. „Ich habe große Lust, mit Euch weiter zu arbeiten“, rief sie den fünf Preisträgern zu. Für Jan Skudlarek bedeutet dieses Angebot, dass Lesungen vermittelt oder Kontakte zu Verlagen hergestellt werden - oft sind derartige Hilfen mehr wert als ein Geldpreis.

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