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95 Jahre alter Feldpostbrief in Sütterlin aufgetaucht

Zeitdokument

Die Wernerin Christel Evelt hat Kopien eines Feldpostbriefs gefunden, den ihr Schwiegervater Engelbert im Januar 1915 geschrieben hat. Zunächst war es schwierig, den eng in Sütterlinschrift geschriebenen Brief zu entziffern.

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von Von Arndt Brede

, 20.08.2010
95 Jahre alter Feldpostbrief in Sütterlin aufgetaucht

Diesen Brief schrieb Engelbert Evelt im Januar 1915 an Tonia Heckenkamp, eine Nachbarstochter. Seine Schwiegertochter Christel Evelt fand ihn knapp 95 Jahre später wieder, konnte ihn aber nicht lesen. Es begann eine wahre Detektivarbeit.

Doch mit Hilfe der Nichte der damaligen Adressatin, Engelbert Evelts Nachbarin Tonia Heckenkamp, gelang es, den Inhalt zu entschlüsseln. Engelbert Evelt – zum damaligen Zeitpunkt gerade mal 21 Jahre jung – schildert, wie sich ein Frontsoldat des Ersten Weltkriegs fühlt und was er tut, um die Schrecken des Krieges zu verarbeiten.   Hoffen, „dass wir uns alle bald gesund und munter in der Heimat wiedersehen“ und beten, „damit der liebe Gott uns bald den Frieden gibt.“ In sehr persönlichen Zeilen schildert er zum Beispiel auch, wie er auf dem Weg zur Front Tonia Heckenkamps Bruder Wilhelm getroffen hat. Der Brief ist ein regelrechtes Zeitdokument. 

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