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Anhörung zu L518n: ruhig aber kritisch

WERNE Sachlich und dennoch kritisch äußerten sich die Bürger gestern Abend in der ersten offiziellen Anhörung zur Mitteltangente der L518n (Nordwestumgehung). Vor allem die Entwässerung der neuen Straße, die Lärmberechnungen und der bis zu 1,80 Meter hohe Damm stießen auf Skepsis.

von Von Rudolf Zicke

, 04.12.2007
Anhörung zu L518n: ruhig aber kritisch

Am 3. Dezember informierten sich einige Bürger im Alten Rathaus die geplante Nordwestumgehung und stellten zum Teil kritische Fragen. zu informieren und kritische Fragen zu stellen. Nun endete die erste Frist für Anregungen und Bedenken.

Diese Skepsis versuchten  die Vertreter der Stadt und der Gutachterbüros zu entkräften. ´

Fragen der Bürger

Reflektiert der Stadtwald nicht den Straßenlärm zu den Wohnhäusern, warum werden keine Lärm-Spitzenwerte in den Berechnungen berücksichtigt, warum wird die bereits vorhandene Lärmbelastung u.a. im Bereich der Selmer Landstraße nicht in das Gutachten mit einbezogen, wollten einige Bürger wissen.

Axel Jud vom Büro Heine und Jud konnte da nur auf die Gesetzeslage verweisen, die die von den Bürgern angesprochenen Aspekte in der Tat nicht vorsehe. Nach den gestern vorgelegten Berechnungen Juds werden somit nur in einem Sektor die Lärmgrenzwerte nicht eingehalten, und zwar an der Selmer Landstraße/Moorbecke.

Dort sollen nach dem jetzigen Planungsstand zwei je drei Meter hohe Wälle angelegt werden. In allen anderen Abschnitten der neuen Straße würden trotz eines prognostizierten Verkehrsaufkommens von bis zu 12 000 Fahrzeugen am Tag die Werte eingehalten, so Jud.

Wasser wird abgeleitet

Die Ableitung des Oberflächenwassers bilde für die Planer kein allzu großes Problem, wie der städtische Tiefbauer Gisbert Bensch versicherte. Das Wasser werde in Mulden und Gräben abgeleitet, durch entsprechende Drainagen werde auch ein Versumpfen der Felder und Wiesen verhindert. Zuvor hatte Thomas Schablack vom Landesbetrieb Straßenbau NRW den Verlauf der 3,3 Kilometer langen Straße dargestellt; Umweltplaner Stucht erläuterte die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die im Bereich der Straße selbst und in der Lippe-Aue vorgenommen werden sollen.

Mit der gestrigen Bürgeranhörung ist das förmliche Bebauungsplanverfahren für die L518n angelaufen. Wie Bauausschussvorsitzender Karl-Friedrich Ostholt ankündigte, kommen die Bürger nochmals zu Wort, wenn der Bebauungsplanentwurf etwa April/Mai 2008 ausgelegt wird. 

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