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Aufführung in der Freilichtbühne musste abgesagt werden

Unwetter

WERNE Die Wege auf dem Gelände der Freilichtbühne Werne verwandelten sich am Wochenende in Sturzbäche. Die Wassermassen an sich waren gar nicht mal so schlimm - im Gegensatz zu dem, was sie hinterließen.

von Von Daniel Claeßen

, 09.08.2010

"Wir mussten reichlich Matsch beiseite schaffen", berichtet Friedhelm Gräve, Geschäftsführer der Freilichtbühne. Dennoch blieb der Untergrund derart rutschig, dass es für die Schauspieler, die die Wege hinter Bühne während der Vorstellungen nutzen, zu gefährlich wurde. "Wir mussten die Vorstellung von Michel in der Suppenschüssel deshalb absagen", so Gräve, der am Samstagabend mit 800 Zuschauern gerechnet hatte. Dass sich in der Freilichtbühne das Wasser staut, sei laut Friedhelm Gräve nicht außergewöhnlich: "Wenn die Horne einen gewissen Pegel erreicht, schnappt das Rückflussventil zu. Das Wasser kann also nicht mehr abfließen." Als Folge läuft der Abflusskanal vor der Bühne über. "Wenn es dann auch noch heftig regnet und das Wasser von oben über die Wege läuft, wird es kritisch." Und genau das sei am Samstag passiert. "Natürlich kostet jede ausgefallene Vorstellung Geld. Aber wir haben eine Verantwortung gegenüber Schauspielern und dem Publikum, und wenn hier einer verunglückt, wird es außerdem richtig teuer", so Gräve.Oldienight am 14. August

Die mit 1300 Besuchern ausverkaufte Oldie-Night am kommenden Samstag ist jedoch nicht gefährdet. Am Montag sicherten Gräve und der Bühnenvorsitzende Gottfried Forstmann die Wege mit Rollsplit, am Freitag sollen dann die Musikbühne - direkt vor der Theaterbühne - sowie Barrieren aufgebaut werden. "Nach der Katastrophe in Duisburg wird man natürlich nachdenklich und überlegt, ob man bei solchen Veranstaltungen wirklich an alles gedacht hat", erzählt Friedhelm Gräve. Fluchtwege sind jedoch ausreichend vorhanden, ohnehin ist die Bühne weitläufig: "Hier wird man am Samstag gut feiern können."

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