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Ausschuss will Jahresabschluss nicht abnicken

Natur-Solebad

"Wo stehen wir?" Diese Frage konnte der Betriebsausschuss für den Bäderbetrieb am Dienstag nicht klären. Einstimmig entschied er, dem Antrag der CDU-Fraktion zu folgen und die Feststellung des Jahresabschlusses 2011 sowie die Entlastung der Betriebsleitung auf die nächste Sitzung zu vertagen.

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von Von Daniel Claessen

, 06.06.2012
Ausschuss will Jahresabschluss nicht abnicken

Die zwei Millionen Liter Wasser wurden für die Reinigungsarbeiten im Solebad abgelassen.

„Der Bericht ist uns erst am Freitag zugestellt worden. Die Zeit bis zur Sitzung reicht nicht aus, um sich angemessen mit dem Zahlenwerk zu beschäftigen“, erklärte Mirko Hörmann für die Christdemokraten. „Die Verantwortung, die wir alle tragen, ist zu groß, als dass wir den Bericht jetzt einfach abnicken könnten.“ Die CDU wollte diese Entscheidung auch als Warnschuss an die Verwaltung verstanden wissen. Das Werk weist für 2011 im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung des Verlustes im Bäderbetrieb um rund 100.000 Euro auf rund 1,8 Millionen Euro aus. Rund 770.000 Euro entfallen dabei auf das operative Geschäft der Natur-Solebad GmbH – was wiederum eine Verbesserung im Vergleich zu 2010 um rund 100.000 Euro bedeutet.Der höhere Gesamtverlust sei im Wesentlichen den nun einmalig verrechnete Planungskosten unter anderem für den möglichen Bau einer Solehalle geschuldet.

 Die Ausschuss-Mitglieder teilten die Auffassung der Betriebsleitung, dass man nicht in Panik verfallen müsse.Lediglich die FDP hatte ihre Zweifel: „Ich habe das Gefühl, dass wir das Ergebnis schönreden“, so Fraktionsvorsitzende Claudia Lange. Mirko Hörmann hielt dagegen: „Die ergriffenen Maßnahmen waren richtig. Man darf nicht vergessen, wo wir jetzt ohne sie stehen würden.“Wo man jedoch aktuell steht, vermochte niemand so genau zu erklären. „Man sieht Verbesserungen seit den Umstrukturierungen“, sagte Bürgermeister Lothar Christ, der sich auch für die verspätete Zustellung des Abschlussberichtes entschuldigte. „Aber man sieht auch, dass der weitere Weg sehr steinig ist.“ Eine dynamische Wirtschaftsbetrachtung über zehn Jahre soll nun Klarheit bringen – wobei sich die Planung laut Betriebsleiter Frank Gründken generell schwierig gestaltet. dac

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