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Bernard Dietz präsentiert ein Stück verfilmte Fußball-Geschichte

Film über Nationalspieler

Von seinem Kindheitstraum Profifußballer zu werden bis hin zum Gewinn des Europameister-Titels – eine Dokumentation über Dietz hat im Capitol Cinema Center tiefe Einblicke gezeigt.

Werne

, 21.10.2018
Bernard Dietz präsentiert ein Stück verfilmte Fußball-Geschichte

Thorsten Ippendorf, Bernard Dietz und Adnan G. Köse (v.l.) haben sich über viele Fans gefreut, die im Zebra-Dress des MSV Duisburg vorbeikamen. © Karolin-Sophie-Mersch

Die Augen der Fußball-Legende glänzten im Werner Capitol Cinema Center: 130 Besucher strömten in den Kinosaal, um am Freitagabend das Leben des ehemaligen Nationalspielers Bernard „Ennatz“ Dietz noch einmal mitzuerleben. 90 Minuten drehte sich in der Dokumentation „Ennatz – Eine Zebralegende“ alles um Dietz.

„Ich kann es heute noch nicht verstehen. Dieser ganze Aufwand um meine Person“, erzählte der aus Bockum-Hövel stammende Fußballspieler gerührt. Im November vergangenen Jahres begannen die Dreharbeiten für den Film.

Regisseur und Drehbuchauto Adnan G. Köse und Produktionsleiter Thorsten Ippendorf arbeiteten bis September an den letzten Schnitten.

Dietz hat sich seinen Traum von der großen Karriere erfüllt

Vor einer Woche war es dann soweit: Der Film hatte seine Weltpremiere in Duisburg. Zur Präsentation des Films eine Woche darauf in Werne hatte Stefan Schindelbauer, der Dietz von früheren Benefizturnieren kannte, eingeladen.


Dietz lernte das Fußballspielen auf der Straße. Erst mit zehn Jahren durfte er dem Bockumer Fußballverein beitreten. Schon als Kind träumte er von der großen Fußballkarriere. Mit 22 bekam er dann die Chance, Fußballprofi beim MSV Duisburg zu werden.

Zuschauer konnten private Momente miterleben

Der heute 70-Jährige erinnerte sich noch genau an seine ersten Trainingseinheiten unter Profibedingungen: Während „Ennatz“ in Bockum-Hövel zwei bis drei Mal die Woche den Ball kickte, steigerte sich das Pensum beim MSV auf zwei bis drei Mal täglich. „Nach den ersten Trainingseinheiten war ich tot“, beschrieb er die große Anstrengung des Umstiegs.

Nach und nach festigte sich seine Rolle im Team und er wurde Leistungsträger. Der Höhepunkt seiner Karriere war aber der Europameister-Titel im Jahr 1980. Als Kapitän der Nationalmannschaft hielt er die Trophäe als erster in den Händen. All seine bewegenden Fußballmomente, aber auch einen Einblick in sein privates Leben, gab die Doku preis.

Applaus im Kinosaal

Der Film soll nicht nur den Fußballer, sondern besonders die Person dahinter zeigen. „Menschen, die etwas ganz anderes als Fußball machen, können sich damit identifizieren“, erzählte Regisseur Adnan G. Köse.

Den 130 Gästen, von denen einige den blau-weiß-gestreiften Duisburger Zebra-Look trugen, schien es zu gefallen. Oft lachten sie über die sympathische Art von Ennatz Dietz. Am Ende spendete der Kinosaal Applaus für das verfilmte Stück Fußball-Geschichte.

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