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Besondere Jubiläen erfordern eine besondere Messe in St. Christophorus

St. Christophorus

Eine besondere Messe: Gleich mehrere Jubiläen gibt es am Samstag, 1. September 2018, in der Kirche St. Christophorus zu feiern. Eines davon in eigener Sache.

Werne

, 29.08.2018
Besondere Jubiläen erfordern eine besondere Messe in St. Christophorus

Die Gemeinde St. Christophorus um Kantor Hans-Joachim Wensing und Pfarrdechant Jürgen Schäfer gedenkt am 1. September gleich mehrerer Jubiläen. © Wilco Ruhland

In diesem Jahr besteht die jüngst renovierte Orgel der Kirche 100 Jahre. Was genau das Instrument mit den vielen Pfeifen alles durchgemacht hat, lasse sich kaum sagen. „Sie ist ein Kriegskind, unsere Orgel“, meint Pfarrdechant Jürgen Schäfer.

Denn auch das Ende des 1. Weltkriegs war vor 100 Jahren. Passend dazu jähren sich auch zwei von Wernes Städtepartnerschaften. Die Partnerschaft mit der französischen Stadt Ballieul besteht seit 50 Jahren, während die mit Walcz in Polen 25 Jahre existiert. Passend aufgrund der Internationalität und dem Gegensatz von Partnerschaft und Krieg.

Offizieller Teil des Programms

Zum Festakt zu den Städtepartnerschaften im Rahmen des Straßenfestivals leistet auch die Kirche St. Christophorus einen liturgischen und musikalischen Beitrag. „Wir sind ein offizieller Teil des Programms“, stellt der Kantor der Gemeinde, Dr. Hans-Joachim Wensing, klar.

Den Gottesdienst um 17 Uhr feiert die Gemeinde als deutsch-französisches Hochamt. Hier erwartet sie neben einer Delegation aus Frankreich auch Gäste aus Walcz und dem ostdeutschen Kyritz, mit dem auch eine Städtepartnerschaft besteht.

Polnisch kaum machbar

Die musikalische Gestaltung der Messe an diesem 1. September trägt vor allem der internationalen Freundschaft nach Frankreich Rechnung. Die Gemeinde ist eingeladen, bekannte Choräle in deutscher und französischer Sprache zu singen.

Doch auch die polnischen Gäste sollen nicht zu kurz kommen. Am Ende der Messe ist geplant, eine alte polnische Hymne in lateinischer Sprache solistisch vorzutragen. Auf Französisch sollte es klappen, gemeinsam mit der Gemeinde zu singen, doch auf Polnisch wäre das kaum machbar, begründet Wensing diese Entscheidung.

Besondere Messe

Wensing selbst wird nicht an der Orgel sitzen. Das übernimmt Claudius Stevens. Gemeinsam mit dem Chor Vocapella gestalten sie eine besondere Messe in Es-Dur vom englischen Komponisten Christopher Tambling.

Im Pressetext heißt es dazu: „Tambling greift in seiner Komposition unter anderem Stilmittel der französischen Musik vor 100 Jahren auf. Französische Klänge, komponiert von einem Engländer und vorgetragen von einem deutschen Chor, sollen verdeutlichen, dass die Feindschaft der Völker des 1. Weltkriegs überwunden ist und hoffentlich nie wieder aufflammen wird.“

Auftakt zum 100-jährigen Jubiläum

Hans-Joachim Wensing meint: „Durch die Messe wollen wir verdeutlichen, dass wir mehr auf Gemeinsamkeiten als auf Trennung achten wollen.“

Jürgen Schäfer bezeichnet dies als den „Auftakt zum 100-jährigen Orgeljubiläum.“ Nach der Sommerpause geht es am 23. September um 17 Uhr mit Graham Barber aus Großbritannien mit den Orgelkonzerten weiter.

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