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Bessere Integration durch das Leverkusener Modell

Transnationales Aktionsbündnis

Das Thema Flüchtlinge und Container bleibt im Interesse der Werner Öffentlichkeit. Das "Transnationale Aktionsbündnis" hatte daher zu einer Informationsveranstaltung über das sogenannte "Leverkusener Modell" eingeladen. Wie das funktioniert, erklärte Rita Schilling vom Flüchtlinsrat Leverkusen.

WERNE

von Von Caroline Boos

, 11.02.2013
Bessere Integration durch das Leverkusener Modell

Die Referentin Rita Schilling berichtete über das "Leverkusener Modell" zur Unterbringung von Flüchtlingen. Djahd Gul Hanif (3.v.l.), Flüchtling aus Afghanistan, erzählte über die Zustände in den Containern in Werne, Jadran Khan (l.), ebenfalls Flüchtling. Uwe Lagoda (2.v.l.) und Rudlf Schneider (r.) vom Transnationalen Aktionsbündnis organisierten die Informationsveranstaltung.

Interessierte Bürger, Vertreter der Stadt Werne und auch Flüchtlinge kamen zusammen um sich über das Modell aus Leverkusen zu informieren.Nach dem Konzept, kommen Flüchtlinge in Leverkusen vorerst in die zentrale Unterbringung, und können, wenn sie das möchten, in eine Privatwohnung umziehen. Für wichtig befindet die Referentin, dass das Verfahren auf einer gewissen Eigenständigkeit der Flüchtlinge beruht, da sie die Wohnung selbst suchen müssen; natürlich nicht ohne Unterstützung. Organisiert und gestützt wird das Projekt von der Caritas und dem Flüchtlingsrat in Leverkusen und von der Stadtverwaltung. Dass diese drei Institutionen hinter dem Projekt stehen, sorgt nach Meinung der Gäste und nach Meinung von Rita Schilling für eine breite Akzeptanz in der Gesellschaft.

Im Jahr 2002 begann nach langen, kontroversen Diskussionen die Testphase des neu entwickelten Konzepts mit 80 Flüchtlingen. „Inzwischen ist das in Leverkusen zum Alltag geworden. Auch deshalb weiß ich nicht über viele Probleme zu berichten“, sagt Rita Schilling. Als deutliche Vorteile nannte die Referentin die finanziellen Einsparungen der Stadt, die Vermeidung der Bildung sozialer Brennpunkte und die bessere Integration. Auf kritische Nachfrage der Gäste berichtete sie allerdings auch von Problemen, wie rassistischen Vermieter oder die stärkere Besiedelung bestimmter Stadtteile.

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