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Christophorus-Gymnasium erstmals ohne Hilfe der Arnsteiner Patres

WERNE Mit dem Schuljahr 2008/09 ist am Gymnasium St. Christophorus ein neues Zeitalter angebrochen: Zum ersten Mal ist in der 1955 gegründeten Schule kein Arnsteiner Pater als Lehrer oder Seelsorger tätig. "Das ist eine personelle Zäsur", sagt Schulleiter Dr. Jörgen Vogel. Eine Lücke soll aber nicht entstehen.

von Von Daniel Claeßen

, 29.08.2008
Christophorus-Gymnasium erstmals ohne Hilfe der Arnsteiner Patres

Schulseelsorger Klaus-Peter Klima (l.) und Schulleiter Dr. Jörgen Vogel (m.) müssen die Lücke schließen, die Pater Ralf Birkenheier (r.) am Gymnasium hinterlässt.

"Wir haben bereits während der vergangenen Jahre versucht, den Übergang allmählich einzuleiten." Dr. Jörgen Vogel, seit 2001 Schulleiter am Christophorus, ist sich jedoch bewusst: "Das ist eine personelle Zäsur."Arnsteiner gründeten das Gymnasium vor 53 Jahren

Denn die Arnsteiner Patres waren es, die vor 53 Jahren das Gymnasium in Werne gründeten - gemäß dem Auftrag ihres Ordens, die Jugend im Sinne des katholischen Glaubens zu erziehen und diesen in der Gemeinschaft zu wahren. Mit Pater Ralf Birkenheier, der bis zuletzt als Schulseelsorger hier tätig war, verlässt der letzte Arnsteiner die Schule in Richtung Eifel.Tradition der Patres soll weiterleben

Dr. Jörgen Vogel will die Tradition der Patres auch nach deren Weggang am Gymnasium fortleben lassen: "Spiritualität hat bei uns eine große Bedeutung. Sie wird von den Schülern gewünscht und von den Lehrern gefördert." Bereits bei seinem Amtsantritt 2001 sei er überrascht gewesen, wie engagiert sich die Kollegen für den religiösen Part zeigten. "Dieser Gedanke der Patres soll am Gymnasium weiterleben. Denn ohne ihn wären wir nicht da, wo wir jetzt sind."

Der Meditationsraum, der zum neuen Schuljahr eingeweiht wurde, ist dabei nur ein Baustein in einem großen Konzept, wie Schulseelsorger Klaus-Peter Klima erklärt: "Spiritualität und religiöse Erfahrung sind keine begrenzten Sektoren. Zu dem Angebot gehört beispielsweise auch, dass die Cafeteria über die Schulzeit hinaus geöffnet ist und einen Treffpunkt bietet."

Schulseelsorger kümmert sich um Begleitung des Alltags

Das Konzept funktioniert vor allem, weil die Lehrer nichts von ihrem Engagement aufgegeben haben - im Gegenteil: Die "ERE-Stunden" (Ermöglichung Religiöser Erfahrung) würden mittlerweile von über der Hälfte des Kollegiums mitgetragen, so Klaus-Peter Klima. "Ich übernehme auch mal eine Vertretung, damit ein Kollege Zeit für eine solche Stunde bekommt." Ansonsten kümmert sich der Schulseelsorger "um die Begleitung des Alltags" der Schüler.

Lediglich die Gottesdienste und die Hochfeste bilden einen festen Rahmen - ansonsten steht den Schülern am Christophorus neben den Beratungslehrern auch die Schulpastoral zur Seite. "Natürlich hätten wir die Patres gerne behalten", blickt Dr. Vogel auf die neue Ära. "Aber wir werden weiterhin eine Stütze des religiösen Lebens sein."

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