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"Cobra" hätte Großfeuer aufhalten können

Brand vom Samstagmorgen

Nach dem Brand am Samstagmorgen in einem Haus in Werne sucht die Polizei nun nach der Brandursache. Was die Feuerwehrleute wissen: Mit einem speziellen Löschsystem hätte das Feuer aufgehalten werden können. Doch unglücklicherweise musste die Werner Feuerwehr ein solches geliehenes Gerät kurz vorher turnusmäßig wieder abgeben.

WERNE

, 25.10.2016
"Cobra" hätte Großfeuer aufhalten können

Wohl abbruchreif ist ein Haus im Abdinghof nach einem Dachstuhlbrand am Samstagmorgen. Die Feuerwehr konnte erst durch den Einsatz von Schwerschaum die Flammen unter Kontrolle bringen. Die Kassettenkonstruktion des Daches begünstigte die Ausbreitung des Brandes.

Das ist dann wohl Ironie: Rund vier Monate wartete das Kaltschneide-Löschsystem Cobra in Werne vergeblich auf einen Einsatz. Eine Woche nachdem das System zu seiner nächsten Station abberufen wurde, breitet sich im Abdinghof ein Feuer aus, von dem Brandoberinspektor Dr. Bodo Bernsdorf sagt: „Mit Cobra hätten wir das aufhalten können.“

So aber breiteten sich die Flammen schnell aus, und die Feuerwehr hatte alle Mühe, den Brand in den Griff zu bekommen. In der Zwischenzeit war dann auch die Cobra aus ihrem Zwischenlager in Münster eingetroffen. „Für die Nachlöscharbeiten war das natürlich eine große Hilfe“, so Benrsdorf.

Feuer verbreitete sich aus dem Carport

Die Kassettenkonstruktion des Dachstuhls begünstigte die Ausbreitung des Feuers. „Allerdings ist das Hausinnere durch die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden, weil wir nicht anders an das Feuer rangekommen sind“, berichtet der Brandoberinspektor. Ansonsten hätte es wohl „nur“ das Dach erwischt. „Wenn solche Häuser mit Rauchmeldern ausgestattet sind, kommen die Bewohner in so einem Fall mit Sicherheit rechtzeitig raus“, sagt Bernsdorf.

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen aufgestockten Bungalow, von denen es in Werne und gerade im Holtkamp viele gibt. „Für den Brandschutz gibt es da keine Regeln“, weiß Bernsdorf. „Man könnte natürlich Brandschutzstoffe, zum Beispiel Fermazell statt der Spanplatten, verbauen.“ Das sei im Nachhinein aber kaum zu realisieren. Bernsdorf rät deshalb, keine brennbaren Gegenstände unter dem Dachstand zu lagern.

Im aktuellen Fall hatte sich das Feuer von einem Carport aus verbreitet. Ob Brandstiftung im Spiel ist, ermittelt nun die Polizei. „Ein Sachverständiger wird sich das nun anschauen“, teilte Polizeisprecherin Vera Howanietz gestern auf Anfrage mit.

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