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Da lacht das Hundeherz

WERNE Weihnachtszeit, Geschenkezeit - und während der menschliche Nachwuchs ob der prallen Pakete unterm Tannengrün leuchtende Augen bekommt, schauen Fiffi, Hasso und Rex in die Röhre?

von Von Arne Niehörster

, 19.12.2007
Da lacht das Hundeherz

Eine Schweineohr zu Weihnachten? Mischlingshündin Anka aus Werne hat für die RN vor den Feiertagen schon mal reingebissen.

Von wegen, so mancher vierbeinige Freund freut sich dieser Tage über Quietsche-Knochen und Gummi-Huhn, der Trend ist klar erkennbar. Immer mehr Menschen beschenken ihre Tiere.

Hundehalter kurbeln Umsatz an

"Der Verkauf von Tierspielzeug ist im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich angestiegen", lautet die klare Aussage von Mathias Kortendieck . Der Leiter des Raiffeisenmarktes am Bahnhof macht dafür vor allem die Hundehalter verantwortlich.

"Die bauen meistens eine sehr persönliche Beziehung zum Hund auf." Bei den anderen Tierhaltern sei das in dieser Form nicht so oft der Fall, "aber auch hier spüren wir einen Trend."

Verkaufsrenner Stofftiere

Der Verkaufsrenner im Moment: Stofftiere, die - wenn gebissen - ihre angestammten Laute zum Besten geben. Kortendieck: "Zum Beispiel die Kuh, die Muh macht." Und während wir zur Weihnacht die berühmte Gans verschlucken, greift der Tierfreund im Futterregal auch eine Etage höher. "Klar, an den Feiertagen wollen sie ihren Lieblingen einen besonderen Schmaus anbieten", weiß Kortendieck.

Ganz oben auf der weihnachtlichen Geschenke-Skala stehen die tierischen Freunde allerdings selbst.

Und das ist für Hund, Katze, Hamster oder Meerschweinchen nicht selten eine böse Überraschung.

Tiere nicht leichtfertig verschenken

"Die Freude ist oft nur eine Momentaufnahme", so die Werner Tierärztin Dr. Karen Zurmühlen. Dann kämen die Pflichten und die Ernüchterung. Der Kreis Unna rät ebenfalls dazu, Tiere nicht leichtfertig zu verschenken. "Die Unterbringung und Versorgung muss gewährleistet sein", sagt Dr. Anja Dirksen.

Die Kreis-Veterinärin hält eine vorige Abstimmung mit dem zukünftigen Besitzer für wichtig. Kollegin Zurmühlen sieht das ähnlich: "Tiere sind keine Geschenke, sondern Mitglieder der Familie."

Und müssten in der Planung ein fester Bestandteil sein. Dann klappt es auch mit der Bescherung - für alle Beteiligten.

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