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Der Täter mit dem Messer war eher ein Opfer

Messerangriff vor Disco an der Kamener Straße

Zunächst sah der Messerangriff vor der Disco Nachtschicht an der Kamener Straße in Werne wie ein versuchtes Tötungsdelikt aus. Mittlerweile haben die Ermittlungen ergeben, dass der vermeintliche 23-jährige Täter eher aus Notwehr gehandelt hat.

Werne

, 08.03.2018
Der Täter mit dem Messer war eher ein Opfer

Die Messerstecherei vor der Werner Disco stellt sich mittlerweile anders dar. © David Reininghaus

Dem Messerstich vor der Disco an der Kamener Straße ist eine Auseinandersetzung vorausgegangen. In deren Verlauf fühlte sich der 23-Jährige aus Hamm bedroht und zückte schließlich ein Messer. Das legen die Auswertungen von Videoaufnahmen in der Tatnacht nahe.

Die Attacke ereignete sich in der Nacht von Freitag auf Samstag, 23./24. Februar 2018, vor der Disco Nachtschicht an der Kamener Straße. Dabei verletzte der 23-Jährige einen 21-Jährigen schwer. Es war von Lebensgefahr die Rede, doch ist der Verletzte mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Keine Tötungsabsicht, sondern Notwehr

Wie es genau zu der Auseinandersetzung kam, ist nicht hundertprozentig geklärt, sagt auf Anfrage die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Dortmund, Sonja Frodermann: „Es bleiben noch Rest-Ermittlungen.“ Doch eine Tötungsabsicht ist dem 23-jährigen Hammer wohl nicht zu unterstellen.

Er hat sich offenbar gegen eine Gruppe verteidigen wollen und dabei das Messer gezückt und zugestochen. „Es waren auch noch andere Personen beteiligt, das Ganze ist relativ unübersichtlich“, sagt die Staatsanwältin.

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