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Ein Hauch von Weihnachten im Spätsommer

Lebkuchen und Spekulatius

Während draußen noch größtenteils sommerliche Temperaturen herrschen, sind sie wieder da: Lebkuchen und Spekulatius finden wieder ihren Weg in die Läden. Ist es nicht noch zu früh?

Werne

von Leandra Stampoulis

, 05.09.2018
Ein Hauch von Weihnachten im Spätsommer

Das Weihnachtsgebäck steht schon Anfang September in den Regalen. © Leandra Stampoulis

Die heißen Tage sind vorüber. Die Sonne scheint nicht mehr ganz so häufig. Die ersten Blätter fallen von den Bäumen. Die ersten dunklen Regentage sind angekommen. Da könnte man schon langsam in Herbststimmung kommen. Zu einem gemütlichen Herbstnachmittag gehört aber natürlich auch das richtige Gebäck.

Und da stehen sie. Noch eine etwas kleinere Auswahl, aber dennoch gut sichtbar im Gang aufgestellt: Weihnachtsgebäck. Lebkuchen, Dominosteine und Spekulatius stehen schon in den Regalen des Werner Rewe Symalla bereit. Aber wird es nicht jedes Jahr etwas früher?

Gut angenommen

„Ich freue mich total darüber. Ich bin eine Weihnachtsfanatikerin. Ich kaufe jetzt schon meine Lieblingsartikel. Ab November kaufe ich das Gebäck aber auch regelmäßig. Bei mir ist das etwas wetterabhängig. Wenn es noch wärmer draußen ist, kann ich noch verzichten. Aber wenn es regnet und mir danach ist, kann ich es jetzt schon kaufen.“, sagt Dominica Schymik aus Werne.

Die Weihnachtssüßigkeiten werden generell gut angenommen, sagt Christian Symalla: „Ab Ende August ist es soweit und das eigentlich in jedem Jahr. Von diesem Zeitpunkt an fragen die ersten Kunden nach dem Gebäck und wir als Laden orientieren uns natürlich an der Nachfrage, sonst würden wir das Gebäck nicht so früh aufstellen“, so Symalla. Es würde auch mal Jahre geben, in denen es Ende August noch zu warm sei, dann seien die Verkaufzahlen auch nicht all zu hoch.

Für Meggy Nikq, Besucherin des Rewes, sind die Weihnachtssüßigkeiten in den Regalen eine Selbstverständlichkeit: „Ich kaufe das jetzt schon ein. Natürlich! Spekulatius esse ich am liebsten von allen Sachen. Aber eigentlich ist alles lecker.

Das macht mir Vorfreude auf Weihnachten. Das Fest an sich ist immer so schnell vorbei, da kann man auch schon mal früh anfangen, sich darauf zu freuen.“

„Netter Vorgeschmack“

Christel Schulze Froning kauft den Süßkram erst in der Adventszeit: „Das kann ja jeder für sich selbst entscheiden, wann er mit dem Essen von Lebkuchen anfängt. Es ist ein netter Vorgeschmack, das Gebäck jetzt schon in den Regalen zu sehen.“

Für eine sehr beliebte Weihnachtsnascherei ist es aber dann doch zu früh: Schokonikoläuse. Da fehlt gerade noch die Nachfrage. Schaut man auf die Zahlen, die der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie kürzlich veröffentlichte, dann wird klar, dass sich das noch ändern dürfte.

Noch mehr als 100 Tage

Insgesamt wurden in Deutschland 2017 stolze 143 Millionen Schokomänner hergestellt, 96 Millionen blieben in Deutschland und 47 Millionen gingen in den Export. Zu den stärksten Exportländern zählen neben Europa, Kanada, Australien und Norwegen die USA. Dorthin wird auch viel Lebkuchen geschickt.

Im Gegensatz zu Schokonikoläusen stehen die auch jetzt schon in den Regalen der heimischen Supermärkte. Vielleicht auch, um die Wartezeit zu versüßen. Denn bis Weihnachten dauert es noch mehr als 100 Tage.

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