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Entsetzen über Tod des Ex-Vikars

Leiche war mumifiziert

Fünf Jahre, bis 2001, war David Zalass in der Christophorus-Gemeinde als Vikar tätig. Viele erinnern sich noch gut an den Geistlichen. Umso größer war am Freitag das Entsetzen in Werne über eine schlimme Nachricht: Zalass' Leiche lag mehrere Monate in seiner Wohnung.

WERNE

von Von Helga Felgenträger

, 21.08.2010
Entsetzen über Tod des Ex-Vikars

Vikar Zalass' Leiche lag monatelang unentdeckt in seiner Wohnung in Duisburg-Walsum.

Wie die Polizei in Duisburg feststellte, lag der Geistliche offensichtlich monatelang unentdeckt in seiner Wohnung in Walsum. Die Leiche des katholischen Priesters war bereits mumifiziert, wie die Obduktion ergab. Fremdverschulden läge nicht vor.   „Ich bin betroffen von dem Tod unseres ehemaligen Seelsorgers“, sagte Pfarrdechant Klaus Martin Niesmann gegenüber unserer Zeitung. Er kannte ihn allerdings nicht persönlich. Niesmann kam erst  2005 in die Gemeinde. Zalass war von 1996 bis 2001 in Werne tätig.  

Jörg Stengl vom Kirchenvorstand erinnert sich gut an den gebürtigen Polen. „Er hat sich für die Jugendlichen in der Gemeinde eingesetzt und den ersten Familienkreis unterstützt“, sagt Stengl. Unter anderem begleitete Zalass die Familien im August 2001 bei ihrer Fahrt zur Jugendherberge nach Kleve. Einmal im Monat feierte er mit dem Familienkreis eine Messe.   Die Kirchengemeinde trauert um ihren einstigen Vikar, der allerdings auch in Werne recht zurückgezogen lebte. „Am Samstag und auch am Sonntag werden wir in den Gottesdiensten namentlich für ihn beten“, sagt Pfarrdechant Niesmann.

  Ihm ist die Gemeinde St. Josef in Walsum, in der Zalass zuletzt als Seelsorger tätig war, bekannt. „Pfarrer Groß kenne ich recht gut“, sagt Niesmann. Er kann sich vorstellen, wie sich sein Amtskollege in diesen Stunden fühlen muss.

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