Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Erste mehrsprachige Abiturprüfungen gehen zu Ende

Abiturprüfungen in Werne

Viele Schüler in Werne feiern in diesen Tagen ihr Abitur. Am Anne-Frank-Gymnasium haben einige von ihnen eine Premiere erlebt. Sie haben als erste Schüler der Stadt einen bilingualen - also mehrsprachigen - Abschluss gemacht. Manche der insgesamt 74 Schüler müssen hingegen noch zittern.

Werne

, 11.06.2018
Erste mehrsprachige Abiturprüfungen gehen zu Ende

Michelle Kozdon gehört zu dem Premieren-Jahrgang, der in Werne ein bilinguales Abitur ablegt. Sie zeigt das vorläufige Ergebnis ihrer Abiturprüfung 2018. © Michelle Kozdon

Endlich frei, nie wieder Schule, kein Pauken für die Prüfungen mehr. So geht es vielen Schülern, die in diesen Tagen ihre Abtiurprüfungen abgeschlossen haben. Für einige ist der Lern-Alltag allerdings noch nicht vorbei. Auch bei Michelle Kozdon, die über ihre Vorbereitungen berichtet hat, ist das der Fall. Denn die 18-jährige Schülerin des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) muss noch einmal in eine mündliche Nachprüfung.

Zehn Prozent in die Nachprüfung

Das betrifft etwa zehn Prozent der Abiturienten. Wie viele der insgesamt 74 Absolventen des AFG es genau in diesem Jahr sind, ist noch unklar. Schließlich gäbe es immer die Möglichkeit, freiwillig eine zusätzliche Prüfung abzulegen, um die gesamte Abiturnote zu verbessern, so Armin Hierl, Oberstufenkoordinator am AFG.

Bei Michelle Kozdon hingegen ist es Pflicht. „Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich abweichen würde. Aber ich habe eigentlich gedacht, dass ich wegen Bio in eine Nachprüfung muss“, sagt Michelle Kozdon. Doch sie ist mit ihrer Deutsch-Note (3 minus) abgewichen, das heißt, sie war deutlich besser vorbenotet. „Ich weiß auch nicht, woran es gelegen hat. Aber ich bin auf jeden Fall mündlich immer besser“, sagt sie.

Ein kurzer Blackout

Das hat sie auch schon bei ihrer mündlichen Prüfung im vierten Abiturfach, - Kozdon hat Philosophie gewählt - gezeigt. Mit einer 1 minus ist sie aus der Prüfung gegangen. „Meine Nervosität konnte man mir glaube ich anmerken. Ich hatte zwar einen kurzen Blackout, aber ich habe mich schnell wieder gefangen“, erzählt sie. Mündlich sei sie immer sehr stark gewesen.

Das hat auch Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth gesehen, der bei der Philosophie-Prüfung dabei war. „Du hast das heute doch schon so gut gemacht“, waren seine Worte, als er der jungen Frau die Prüfungsnoten überbracht und ihr mitgeteilt hat, dass sie in die Nachprüfung muss. Nun muss Michelle Kozdon wieder an den Schreibtisch. Sie wiederholt die Themenbereiche - Gedichte aus verschiedenen Epochen. Erst danach wird sie wissen, mit welchem Gesamtdurchschnitt sie ihr Abitur bestanden hat.

Kein Problem mit Englisch

„Ich hoffe, dass ich mich noch auf 2,0 verbessern kann“, sagt sie. Auch wenn für sie noch ein wichtiger Termin ansteht, sei sie erleichtert, dass sie alle anderen Prüfungen hinter sich gebracht hat. Und das ohne weitere Überraschungen. Bei den Klausuren in Biologie (3 minus) und Englisch (2 minus) hat sie die Notenbereiche erreicht, die sie nicht in eine Nachprüfung zwingen. Bei ihrer ersten Prüfung, Biologie, habe sie Zeitprobleme bei der schwierigen Aufgabenstellung bekommen, erzählt die 18-Jährige.

Dass die Klausur auf Englisch gestellt wurde, sei kein Problem gewesen, sagt sie. Das habe bei vielen Schülern gar zu einer besseren Note geführt, wie Oberstufenkoordinator Armin Hierl erklärt: „Viele Schüler haben neben den fachlichen Kompetenzen vor allem durch ihre Englischkenntnisse gepunktet.“ Ein guter Ausdruck zähle auch bei der Leistungsbewertung, so Hierl.

Jetzt lesen
Für den ersten Jahrgang, der ein bilinguales - also mehrsprachiges - Abitur in Werne gemacht hat, zeigen sich die Verantwortlichen sehr zufrieden. 5 Schüler hatten Erdkunde auf Englisch und 12 Schüler Biologie auf Englisch mit in ihre Abiturprüfungen genommen. Weil bisher nur zwei Lehrerinnen am AFG diese Fächer auf Englisch unterrichten, leisteten Pädagogen aus Bergkamen und Selm Unterstützung. Sie waren als zweite Prüfer am AFG im Einsatz.

Lesen Sie jetzt