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Eurobahn-Züge ohne Toiletten: Pendlerin geriet in große Not – und ist kein Einzelfall

Eurobahn

Eine Pendlerin aus Hamm geriet bei einer Zugfahrt in der Eurobahn in große Not. Hinter dem Einzelfall steht offenbar ein größeres Problem. Mehrere Linien sind betroffen.

Hamm/Werne

11.09.2018
Eurobahn-Züge ohne Toiletten: Pendlerin geriet in große Not – und ist kein Einzelfall

In manchen Eurobahnen bleiben die WC-Türen bis auf Weiteres geschlossen. © Goldstein (Archiv)

Weil gleich mehrere Entsorgungsanlagen für Zugtoiletten ausgefallen sind, bleiben die WC-Türen in einem Teil der Eurobahn-Triebwagen bis auf Weiteres verschlossen.

Eine Pendlerin aus Hamm machte die unliebsame Erfahrung, als sie jüngst an akutem Magen-Darm-Virus erkrankt im Zug saß. Die Frau hatte zu Wochenbeginn in Soest erste Krankheitssymptome festgestellt und sich per Zug auf die Heimfahrt nach Hamm gemacht – in der sicheren Annahme, im Fall der Fälle eine Toilette in Reichweite zu haben. Im Eurobahn-Triebwagen seien jedoch alle WC-Türen verschlossen gewesen. Die Fahrt sei dann „der reine Horror“ gewesen.

Einzelfall? Eher größeres Problem

Bereits auf einer vorherigen Zugfahrt habe sie Passagiere gesehen, die verzweifelt vor verschlossenen Toilettentüren standen. Hinter dem Einzelfall steht offenbar ein größeres Problem. Auf der betreffenden Linie habe man alle Toiletten abschließen müssen, sagte eine Sprecherin des Eurobahn-Betreibers Keolis. Hintergrund sei ein Vandalismus-Schaden an der Entsorgungsanlage in Paderborn.

Da es sich um eine Anlage der Deutschen Bahn handele, habe man keinen Einfluss auf die Reparatur. Betroffen sind bei der Eurobahn Fahrzeuge, die auf den Linien RE13 (Hamm–Venlo), RB69 (Münster–Hamm–Bielefeld) und RB89 (Münster–Hamm–Paderborn) eingesetzt werden.

Suche nach alternativer Entsorgung

Man prüfe derzeit, welche alternativen Entsorgungsmöglichkeiten es gebe, so die Keolis-Sprecherin weiter. In Bielefeld und Mönchengladbach sei die Zufahrt zu den Anlagen aufgrund von Baustellen derzeit deutlich erschwert; in Dortmund seien entsprechende Probleme erst kürzlich behoben worden.

Die unangenehme Situation der Kundin bedauere man außerordentlich, so die Keolis-Sprecherin weiter. Man wolle den Fahrgästen schnellstmöglich wieder den gewohnten Service bieten. Die Deutsche Bahn und der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als Aufgabenträger ließen Anfragen unbeantwortet.

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